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Antikensammlung im Martin von Wagner Museum der Universität Würzburg

Allgemein
BezeichnungAntikensammlung im Martin von Wagner Museum der Universität Würzburg
UniversitätJulius-Maximilians-Universität Würzburg
UniversitätsortWürzburg
Museums- und SammlungsartGeschichte & Archäologie
Museums- und SammlungsformLehr- und Forschungssammlung
SammlungsschwerpunktArchäologie · Klassische Altertumswissenschaft · Klassische Archäologie · Kunst
Externe Links
AdresseMartin von Wagner Museum
Residenzplatz 2
97070 Würzburg
ÖffnungszeitenDienstags bis samstags 10–17 Uhr, sonntags 10–13.30 Uhr
Kontaktmuseum.ant@uni-wuerzburg.de
Telefon: +49 (0) 931 318 2282

PD Dr. Jochen Griesbach (Direktor)
jochen.griesbach@uni-wuerzburg.de
Telefon: +49 (0) 931 318 9453
BeschreibungDie vor allem aus Originalen der griechischen und italisch-römischen Kunst bestehende Sammlung geht im Kern auf Objektbestände aus dem Besitz Martin von Wagners (†1858) zurück. Dank seines Stiftungsvermögens konnte die Sammlung unter Karl Ludwig von Urlichs, gleichsam dem Begründer der Klassischen Archäologie an der Universität Würzburg, durch den Ankauf zahlreicher griechischer und etruskischer ‚Vasen’ (Sammlung Feoli) maßgeblich erweitert werden. Auf dem Gebiet der antiken Keramik 1500 v. Chr. – 300 n. Chr.) liegt seitdem der Schwerpunkt der Sammlung, die als drittgrößte ihrer Art in Deutschland einzustufen ist und weltweites Renommée genießt; insbesondere auch hinsichtlich ihrer seltenen Zeugnisse zur Kulturgeschichte des antiken Theaters.
Aus über hundert Steindenkmälern sind die aussagekräftigsten im sog. Marmorsaal zusammengestellt, darunter ein Kentaurenkopf vom Parthenon in Athen. Darüber hinaus beherbergt die Sammlung zahlreiche Objekte aus nahezu allen Gattungen antiker Kleinkunst: (figürliche) Terrakotten und Bronzen, Gläser und Glaspasten, Münzen und sogar Textilien. 
Stand der InformationenNovember 2011
  
Bestände
Objektgruppen
Stand der ErschließungDie Objekte der Antikensammlung sind in Inventarbüchern erfasst, die seit Anfang des 20. Jahrhunderts gepflegt werden. Circa zwei Drittel des Bestandes sind auf Karteikarten erfasst. Eine Datenbank ist erst seit Anfang des Jahres 2009 im Aufbau und zurzeit nicht öffentlich zugänglich. Mit der Digitalisierung der Bestände wurde 2008 begonnen. Circa 80 Prozent des Bestandes sind fotografiert.
Bestandskataloge zu den/der:
- Figürlichen Terrakotten (Evamaria Schmidt, Katalog der antiken Terrakotten,1994)
- Glaspasten (E. Zwierlein-Diehl, Glaspasten im Martin von Wagner Museum der Universität Würzburg, 1986)
- griechischen Vasen (E. Langlotz, Griechische Vasen in Würzburg, 1932; Z. Kotitsa, Hellenistische Keramik im Martin von Wagner Museum der Universität Würzburg, 1998, ferner 4 Corpus Vasorum Antiquorum - Bände)
- Sammlung Kiseleff (E. Simon und Mitarbeiter, Die Sammlung Kiseleff Teil II: Minoische und griechische Antiken, 1989)
- koptischen Stoffen (D. Renner, Die koptischen Stoffe im Martin von Wagner Museum der Universität Würzburg, 1974) 
Bedeutende Teilbestände
  • Sammlung Wagner: 1857, Stiftung Martin von Wagners (1777-1858) an die Würzburger Universität
  • Sammlung Feoli: 1872, Ankauf; Vasensammlung aus der Zeit von 530 bis 480 v. Chr.
  • Gipssammlung: im II. WK zerstört
  • Sammlung Kiseleff: 1982, Stiftung des Berliner Privatsammlers Dr. h.c. Alexander von Kiseleff (1921-2002); vorwiegend ägyptische und griechische Kunst (Vasen und Scherben, Terrakotten, Schmuck, hölzerne Schreibtafeln, Lederschuhe)
  • Sammlung Doetsch: Schenkung des Ehepaars Doetsch an das Martin von Wagner Museum; kleine repräsentative Sammlung iranischer Bronzen aus dem Nord- und Westiran (3. Jts. v. Chr. - 9./8. Jh. v. Chr.): Waffen, Geräte, Teile des Pferdegeschirres, Kultobjekte, Trachtbestandteile, Tier- und Menschenfiguren; drei Gerätschaften aus Ton
  
Geschichte
Ereignisse
  • 1857 Begründung als akademische Sammlung oder Institution
Personen
GeschichteDen Grundstein der Antikensammlung der Universität Würzburg bildet ein Vermächtnis von Martin von Wagner (1777-1858) aus dem Jahre 1857. Der Professor an der Kunsthochschule in Würzburg vermachte sein Vermögen und seinen privaten Kunstbesitz dem Ausbau des "Aesthetischen Attributes der Universität". Dies ermöglichte den Ankauf der bedeutenden Vasensammlung Feoli im Jahre 1872.

Der Zweite Weltkrieg brachte den Verlust der Gipssammlung und einiger antiker Artefakte mit sich. Nach der Aufstellung und Organisation hatte die Sammlung vor allem die Funktion eines Kunstkabinetts und einer Lehrsammlung. Im Zuge des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg reifte die Vorstellung, die Sammlung in ein Museum zu überführen, das ihrer Bedeutung mehr gerecht werden sollte. Im Jahre 1963 wurde das Martin von Wagner Museum schließlich eröffnet. 1982 stiftete der Sammler Alexander Kiseleff (1921-2002) 1.550 Objekte, vorwiegend ägyptische und griechische Kunst: Vasen und Scherben, Terrakotten, Schmuck, hölzerne Schreibtafeln, Lederschuhe. 
  
Publikationen
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