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Historische akustisch-phonetische Sammlung (HAPS)

Allgemein
BezeichnungHistorische akustisch-phonetische Sammlung (HAPS)
UniversitätTechnische Universität Dresden
UniversitätsortDresden
Museums- und SammlungsartNaturwissenschaft & Technik
Museums- und SammlungsformLehrsammlung
SammlungsschwerpunktAkustik · Phonetik · Sprechwissenschaft · Technikgeschichte · Wissenschaftsgeschichte
Externe Links
AdresseTU Dresden
Institut für Akustik und Sprachkommunikation
Barkhausen-Bau
Helmholtzstr. 18
01062 Dresden
KontaktProf. Dr.-Ing. habil. Rüdiger Hoffmann (Sammlungsbeauftragter)
ruediger.hoffmann@tu-dresden.de
Telefon: +49 (0) 351 463 32747
BeschreibungDie Sammlung umfasst etwa 600 historische Instrumente, Modelle und Lehrmittel aus dem Ausbildungs- und Forschungsgeschehen im Umfeld der Elektroakustik, Spracherkennung und Sprachsynthese und dokumentiert die Entwicklung der Experimentalphonetik und Sprachtechnologie seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Sie konnte in den vergangenen Jahren durch Zugänge, vor allem aus Berlin und Hamburg, beträchtlich erweitert werden. Die Bestände der Sammlung werden noch heute aktiv in Lehre und Forschung eingesetzt und sind in einem Bestandskatalog publiziert. 
Stand der InformationenJanuar 2014
  
Bestände
Objektgruppen
Stand der ErschließungDie Sammlung dokumentiert die Geschichte der Experimentalphonetik und Sprachtechnologie. Die experimentalphonetischen Bestände sind weitestgehend in einer elektronischen Datenbank erfasst, die zur Sprachtechnologie eher unvollständig. Etwa ein Drittel der experimentalphonetischen Objekte ist mit Bild über die Website der "Akustisch-phonetischen Sammlung" öffentlich zugänglich. Die Erfassung begann 2008 und wird voraussichtlich bis 2010 durch einen ABM-Mitarbeiter fortgesetzt. Die Objekte der ehemaligen "Schausammlung des Phonetischen Instituts der Universität Hamburg" wurden bereits fotografisch dokumentiert, sind aber noch nicht im Internet zugänglich. Die sprachtechnologischen Bestände sind nicht digitalisiert. Für den experimentalphonetischen Teil ist zudem ein gedruckter Katalog in Arbeit. (Stand: Mai 2009) 
Bedeutende Teilbestände
  • Schausammlung des Phonetischen Instituts der Universität Hamburg: Übernahme durch die TU Dresden am 10. Mai 2006
  • Experimantalphonetische Sammlung
  • Sprachtechnologische Sammlung
  
Geschichte
Personen
GeschichteDie Dresdener Lehrsammlung, aus dem Ausbildungs- und Forschungsgeschehen im Umfeld der Elektroakustik, Spracherkennung und Sprachsynthese hervorgegangen (genannt seien namhafte Professoren wie Walter Reichardt (1903-1985) und Walter Tscheschner (1927–2004), wurde in den vergangenen Jahren durch beträchtliche Zugänge erweitert. Hierzu zählen historische Geräte der Experimentalphonetik, welche Prof. Dieter Mehnert, aus der Dresdner wissenschaftlichen Schule stammend und an der Humboldt-Universität zu Berlin lehrend, über viele Jahre in ganz Deutschland zusammengetragen hat. Der engagierte Emeritus hat auch als ehrenamtlicher Sammlungsbetreuer sehr viel Zeit zur wissenschaftlichen Erschließung der Sammlung aufgewendet, so dass die Exponate heute auch auf den Webseiten des Instituts öffentlich zugänglich sind.

Die Übernahme der Hamburger Kollektion war dem Umstand der Schließung des traditionsreichen Instituts geschuldet. Das Hamburger Institut, hervorgegangen aus dem 1908 eröffneten Kolonial-Institut, ist an die Namen weltweit geachteter Phonetiker wie Giulio Panconcelli-Calzia (1878-1966) und Otto von Essen (1898-1983) geknüpft. Aus den Beständen der Sammlung ragen diverse kymographische Apparate (Registrierung der Sprechbewegungen), Instrumente zur Kurvenauswertung (z.B. Harmonische Analyse), originelle Stimm-Mechaniken, Geräte zur Sprachheilbehandlung sowie ältere Phonographen hervor. Am 10. Mai 2006 wurde die Sammlung in einem feierlichen Akt von den Hamburger Kollegen als Dauerleihgabe an das Institut für Akustik und Sprachkommunikation übergeben.

Mauersberger, 2006 
  
Publikationen
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