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Geburtshilflich-historische Sammlung

Allgemein
BezeichnungGeburtshilflich-historische Sammlung
UniversitätJustus-Liebig-Universität Gießen
UniversitätsortGießen
Museums- und SammlungsartMedizin
Museums- und SammlungsformHistorische Sammlung
SammlungsschwerpunktGeburtshilfe · Humanmedizin · Medizin · Medizingeschichte
Externe Links
AdresseJustus-Liebig-Universität Gießen
Frauenklinik des Universitätsklinikums Gießen
Klinikstr. 33
35385 Gießen
ÖffnungszeitenNach Vereinbarung
KontaktProf. Ivo Meinhold-Heerlein (Geschäftsführender Direktor & Chefarzt)
ivo.meinhold-heerlein@gyn.med.uni-giessen.de
Dr. Frank Oehmke
frank.oehmke@gyn.med.uni-giessen.de
BeschreibungAn der Frauenklinik des Universitätsklinikums Gießen befindet sich eine private gynäkologisch-geburtshilfliche Sammlung. Dabei handelt es sich um eine umfangreiche Sammlung von Instrumenten und Apparaten der operativen Geburtshilfe sowie um Originalbücher zur Hebammenkunst. Die historischen Artefakte sind in den Fluren der Klinik ausgestellt. 
Stand der InformationenOktober 2019
  
Bestände
Objektgruppen
Stand der ErschließungDie Sammlung ist nicht katalogisiert. (Stand: Oktober 2019) 
Bedeutende Teilbestände
  • Sammlung historischer Instrumente und Apparate der operativen Geburtshilfe
  • Sammlung historischer Originalbücher zur Hebammenkunst
  
Geschichte
Ereignisse
  • 1980 (vermutlich) Begründung als akademische Sammlung oder Institution
Geschichte1980 Gründung von W. Künzel als private akademische Sammlung.

Strukturelle und bauliche Entwicklung der Frauenklinik der Universität Gießen waren eng mit dem Auftrag der Krankenversorgung, der Lehre sowie der Forschung verknüpft. Rudolph Kaltenbach (1882-1885) erwirkte vor seiner Berufung nach Halle die Genehmigung zum Bau einer neuen Klinik am Seltersberg. Die alte Klinik in der Nähe des Botanischen Gartens wurde den steigenden Erfordernissen sowohl in der Versorgung der Patienten wie auch in der Lehre nicht mehr gerecht. Unter Max Hofmeier (1885-1888) erfolgte der Baubeginn, und 1890 konnte unter Hermann Löhlein (1888-1901) die Klinik, die dem heutigen Mitteltrakt entsprach, nach dreijähriger Bauzeit eingeweiht werden. Eine Erweiterung der Klinik erfolgte durch den Anbau des Nordflügels unter Otto von Franqué (1867-1937) und durch den Anbau des Südflügels 1920 durch Rudolf Theodor Edler von Jaschke (1881-1963). In den nachfolgenden Jahren hat die Klinik keine wesentlichen baulichen Veränderungen erfahren. Am 6. Dezember 1944 wurde die Frauenklinik der Universität Gießen durch einen Bombenangriff nahezu völlig zerstört. Nur das Direktorhaus wurde soweit verschont, dass später eine provisorische Ambulanz und Auffangstation eingerichtet werden konnten.

Neubeginn und Wiederaufbau erfolgten unter der Regie von Ernst Klees, einem Schüler des Marburger Gynäkologen Erwin Kehrer (1874-1959). Klees leitete als kommissarischer Direktor der Klinik unter rastlosem Einsatz in den schwierigen Zeiten der Nachkriegsjahre den Wiederaufbau der Klinik. Im Herbst 1947 wurde mit dem Wiederaufbau des Nordflügels der Frauenklinik begonnen. Die benötigten finanziellen Mittel für den weiteren Aufbau der Klinik wurden alsbald durch den Minister der Finanzen zur Verfügung gestellt, so dass die Arbeiten zum Aufbau des Südflügels im Juli 1950 eingeleitet werden konnten. Der Frauenklinik war es jedoch nicht vergönnt, in den 1952 fertig gestellten Teil des Südflügels einzuziehen. Es galt Platz für die Kinderklinik zur Verfügung zu stellen, die provisorisch bis 1972 hier untergebracht war.

Mit dem Auszug der Kinderklinik 1972 waren die Voraussetzungen für die vollständige Renovierung des Gebäudes geschaffen. Ab 1973 begann die Erweiterung und der Ausbau der Wilhelm-Conrad-Röntgen-Klinik durch den Abriss der Hörsaal-Rotunde der Frauenklinik. Unter Wolfgang Künzel (geb. 1936), seit 1980 Direktor der Klinik, wurden die Baumaßnahmen fortgeführt, und im Juli 1981 konnte der völlig neu gestaltete Operationstrakt seiner Bestimmung übergeben werden. Im Mitteltrakt der Klinik war im 1. Obergeschoss durch die Verlegung des Hörsaals ein großer Raum zur Nutzung als Bibliothek frei geworden. Der in das Direktorhaus der Frauenklinik ausgelagerte alte Buchbestand konnte nun endlich wieder zugänglich gemacht werden. Die Klinik verfügt über eine Bibliothek mit einem Buchbestand, der bis in das Jahr 1810 zurückreicht.

Website der Klinik https://www.ukgm.de/ugm_2/deu/ugi_gyn/ugi_gyn_team.php 
  
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