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Sammlung für technische Chemie

Allgemein
BezeichnungSammlung für technische Chemie
UniversitätTechnische Universität Bergakademie Freiberg
UniversitätsortFreiberg
Museums- und SammlungsartNaturwissenschaft & Technik
Museums- und SammlungsformHistorische Sammlung
SammlungsschwerpunktChemie · Produktionstechnik · Technikgeschichte
Externe Links
AdresseTU Bergakademie Freiberg
Fakultät Wirtschaftswissenschaften
Institut für Wissenschafts- und Technikgeschichte
Kustodie
Lessingstraße 45
09596 Freiberg
ÖffnungszeitenDie Sammlung ist magaziniert und im zentralen Depot der Kustodie in der Lessingstraße untergebracht. Der Bestand wird derzeit nicht genutzt und wartet auf fachwissenschaftliche Bearbeitung. Interessierte erhalten auf Nachfrage gerne Zugang.
KontaktDr. Andreas Benz
Andreas.Benz@iwtg.tu-freiberg.de
Telefon: +49 (0) 3731 393476
BeschreibungErhalten sind von dieser seit den 1950er Jahren in der DDR aufgebauten Sammlung insgesamt 570 Positionen. Bei einer Großzahl der Proben und Muster handelt es sich um unwiederbringliche bzw. schwer beschaffbare Materialien, meist von Betrieben, die nicht mehr existieren. So finden sich darunter die Produktpaletten der chemischen Fabrik Erkner, des Synthesewerkes Schwarzheide, des Chemiekombinats Böhlen, der Montanwachsfabrik Völpe, des Teerverarbeitungswerkes Rositz, des Mineralölwerkes Lützkendorf, des Hydrierwerkes Zeitz, des Werkes Graphit-Produkte aus Dohna, der Chemischen Werke Buna, der Leuna Werke, des Stickstoffwerkes Piesteritz, der Fettchemie Karl-Marx-Stadt und ferner von Werken aus den alten Bundesländern und dem Ausland.

Die Sammlung umfasst rund 570 erhalten gebliebene chemische Proben und Muster, insbesondere diverse Kunststoffe, Graphiterzeugnisse und Ölprodukte. Schwerpunktmäßig stammen sie aus Betrieben der ehemaligen DDR wie etwa der Chemischen Fabrik Erkner, dem Synthesewerk Schwarzheide, dem Chemiekombinat Böhlen, der Montanwachsfabrik Völpe, dem Teerverarbeitungswerk Rositz, dem Mineralölwerk Lützkendorf, dem Hydrierwerk Zeitz, dem Werk Graphit-Produkte aus Dohna, den chemischen Werken Buna, den Leuna Werken, dem Stickstoffwerk Piesteritz und der der Fettchemie Karl-Marx-Stadt.
Ausgehend von den Professoren Alfred Dierichs (1903–1958) und Hugo Eckhardt (1905–1987) hielten in den 1950er und 1960er Jahren die organisch-technischen Disziplinen Einzug an der Bergakademie. Dies ging einher mit einer gezielten Sammeltätigkeit von Halb- und Fertigprodukten für Lehre und Forschung. Nachdem die Sammlung über Jahrzehnte im Studienprozess genutzt worden war, geriet sie nach der Wiedervereinigung aus dem Blickfeld und kam schließlich in die Obhut der Kustodie.

Einst als Anschauungsmaterial für Vorlesungen in der Chemie aufgebaut, ist die Sammlung mit ihrer Bandbreite an Proben und Mustern heute ein plastisches Lehrbuch über die Geschichte der chemischen Industrie der DDR mit überwiegend unwiederbringlichen Materialien nicht mehr existierender Betriebe. 
Stand der InformationenOktober 2009
  
Bestände
Objektgruppen
Stand der ErschließungDie Sammlung ist vollständig in einer Datenbank erfasst. Die Objekte wurden in den 1990er Jahren aufgenommen. Eine Digitalisierung der Bestände erfolgt bereits bei Neuzugängen, bei älteren Beständen soll diese demnächst durchgeführt werden. 
Bedeutende Teilbestände
  • Historische Produktpaletten-Sammlung:
    • Chemische Fabrik Erkner
    • Synthesewerk Schwarzheide
    • Chemiekombinat Böhlen
    • Montanwachsfabrik Völpe
    • Teerverarbeitungswerk Rositz
    • Mineralölwerk Lützkendorf
    • Hydrierwerk Zeitz
    • Werk Graphit-Produkte aus Dohna
    • Chemische Werke Buna
    • Leuna Werke
    • Stickstoffwerk Piesteritz
    • Fettchemie Karl-Marx-Stadt
  
Geschichte
Ereignisse
  • Zwischen 1950 und 1959 Begründung als akademische Sammlung oder Institution
GeschichteDie sich seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts an der Bergakademie Freiberg entwickelnden organisch-technischen Disziplinen zogen eine gezielte Sammeltätigkeit von Halb- und Fertigprodukten für die Lehre und Forschung nach sich. Über Jahrzehnte wurde die Sammlung im Studienprozess genutzt bis sie mehr oder weniger aus dem Blickfeld geriet. Im Zuge der Kulturguterfassung wurde die Sammlung registriert und 1996 durch eine ABM der Kustodie erfasst. 
  
Publikationen