Das Informationssystem zu Sammlungen und Museen
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Mineralogische Sammlung

Allgemein
BezeichnungMineralogische Sammlung
UniversitätTechnische Universität Bergakademie Freiberg
UniversitätsortFreiberg
Museums- und SammlungsartNaturgeschichte/Naturkunde
Museums- und SammlungsformLehrsammlung
SammlungsschwerpunktGeologie · Geowissenschaften · Lagerstättenkunde · Mineralogie · Paläontologie · Petrologie
Externe Links
AdresseTechnische Universität Bergakademie Freiberg
Fakultät für Geowissenschaften, Geotechnik und Bergbau
A.-G. Werner-Bau
Brennhausgasse 14
09596 Freiberg
ÖffnungszeitenMo-Do 9 - 12 und 13 - 16 Uhr Für Studenten der TU Bergakademie Freiberg: Mo-Fr 7 - 16 Uhr
KontaktDipl.-Min. Andreas Massanek (Kustos)
andreas.massanek@geosamm.tu-freiberg.de
Telefon: +49 (0) 3731 39 2001
BeschreibungMit der Wiedervereinigung Deutschlands erweiterten sich die Möglichkeiten zum Erwerb von wissenschaftlich und optisch hochwertigen Mineralen, so dass gegenwärtig ca. 79.000 Stufen inventarisiert vorliegen. Darüber hinaus gehören ca. 250.000 Stücke als Magazinbestand zur Sammlung. Den Hauptteil der Ausstellung bilden die systematische Sammlung sowie die Ausstellung zu Mineralen aus ostdeutschen Regionen. Die Systematik entspricht dem Lehrgebiet Spezielle Mineralogie in der studentischen Ausbildung. Spezialsammlungen von Edelsteinen, Meteoriten und Tektiten sowie eine Ausstellung zur Kristallographie ergänzen die Exposition. Eine sehr wertvolle historische Kollektion ist die Werner-Sammlung. 
SonstigesDie Ausstellungsräume werden im Rahmen der Ausbildung in den Geofachdisziplinen sowohl von Studenten und Wissenschaftlern der TU Bergakademie als auch von anderen Hochschuleinrichtungen besucht. Außerdem wird die Sammlung von Schulen verschiedener Art im Rahmen der Aus- und Weiterbildung vorwiegend in den Fächern Chemie, Physik und Geographie genutzt. 
Stand der InformationenAugust 2012
  
Bestände
Objektgruppen
Stand der ErschließungDie Teilsammlungen der Mineralogischen Sammlung sind in Form (Inventarbücher, Karteikarten, zunehmend Überführung in Datenbanken) und Umfang unterschiedlich erfasst. So ist die Hauptsammlung vollständig inventarisiert und in einer Kartei sowie dem Hauptbuch dokumentiert, davon 1% digital. Zusätzlich gibt es eine entsprechende Fundortkartei.

Die neueste Teilsammlung ist vollständig elektronisch erfasst und auch in Form digitaler Fotos dokumentiert. An der Einarbeitung der anderen Teilsammlungen wird, abhängig vor allem von personellen Kapazitäten, fortlaufend gearbeitet. Die Kataloge (zwischen 1814 und ca. 1828) der historischen Werner-Sammlung wurden in den Altbestand der Universitätsbibliothek überführt.

Aufbau eines webbasierten Systems zur Erschließung, Digitalisierung und Visualisierung des Bestandes der historischen mineralogischen Kennzeichen-Sammlung von Abraham Gottlob Werner an der TU Bergakademie Freiberg. Ein bewilligtes Projekt aus der Ausschreibung „Erschließung und Digitalisierung von objektbezogenen wissenschaftlichen Sammlungen" der DFG von 2011.

Die Kennzeichen-Sammlung ist eine wissenschaftshistorisch wertvolle, thematische Teilkollektion innerhalb der mineralogischen Sammlung von Abraham Gottlob Werner.
Sie wurde von Werner angelegt, um seinen Studenten und ihn besuchenden Fachleuten die äußeren Kennzeichen der Minerale an beispielhaften Belegen demonstrieren zu können.
Sie soll einem breiten Kreis von interessierten Wissenschaftlern erschlossen und in digitaler Form im Rahmen eines „Open Access“ zugänglich gemacht werden. Für die überregionale, vernetzte und leistungsfähige wissenschaftliche Informationsstruktur müssen vorhandene Daten in eine Datenbank überführt, die Objekte digital fotografiert und Etiketten gescannt werden. Ein wichtiger Punkt für die Erschließung ist die Georeferenzierung der Proben.
Während des Vorhabens soll ein standardisierter Workflow zur Inventarisierung von mineralogischen Sammlungen entwickelt werden, der nach Ablauf der Förderperiode zur weiteren Bestandserfassung angewendet werden kann.
Das Informationssystem soll die Daten zeitlich unbegrenzt zur Verfügung stellen.

Aufbau eines webbasierten Systems zur Erschließung, Digitalisierung und Visualisierung der Dünnschliffsammlung
Innerhalb des von der DFG geförderten Projektes „Erschließung und Digitalisierung von objektbezogenen wissenschaftlichen Sammlungen“ erfolgt die Digitalisierung und Erschließung ausgewählter Bereiche der Dünnschliffsammlung (Geowissenschaftliche Sammlungen der TU Bergakademie Freiberg).
Die Dünnschliffe werden als Mikropanoramafotos visualisiert. Der Bestand der Sammlung wird auf den Webseiten der Sammlung über Harvestingportale sowie über internationale Datenbanken zugänglich gemacht. Den Schwerpunkt bildet die Zusammenführung mit den inventarisierten Beständen der Geowissenschaftlichen Sammlungen als Datengrundlage für Forschungsprojekte sowie studentische und wissenschaftliche Qualifizierungsarbeiten. Die Visualisierung der sammlungsrelevanten Geodaten erfolgt auf einem virtuellen Globus.
Die Kommunikation des Projektes nach außen hat zum Ziel, weitere nationale und internationale Sammlungen petrographischer Dünnschliffe mit diesem System zu erfassen und die Datenbestände gemeinsam zu verwalten und zu nutzen. 
Bedeutende Teilbestände
  • Originale der Mineralentdeckungen von Abraham Gottlob Werner (1749-1817), Friedrich August Breithaupt (1791-1873) und Julius Ludwig Weisbach (1806-1871)
  • Meteorit von Rittersgrün (Siderophyr, d.h. Nickeleisen mit Pyroxen und Tridymit - sehr selten)
  • Nachlass von Abraham Gottlob Werner
  • Proustit-Kollektion von Schlema
  • Silberstufen von Pöhla
  • Wismutkristallstufen von Schlema
  • Whewellitkristalle aus Freital, Schlema und Ronneburg
  
Geschichte
Ereignisse
  • 1765 Begründung als akademische Sammlung oder Institution
Personen
GeschichteNach Werners Tod übernahm zunächst Carl Friedrich Christian Mohs (1773-1839) die Leitung der Mineralsammlung. Danach wurde sie von Friedrich August Breithaupt (1791-1873) erweitert und komplettiert. Unter Julius Ludwig Weisbach (1806-1871) wuchs der Bestand auf ca. 30.000 Stufen an. Weisbach stellte die Ordnung der Mineraliensammlung auf eine international abgestimmte Ordnung um. Friedrich Ludwig Wilhelm Kolbeck (1860-1943) leitete den Umzug der Sammlung in das im Jahre 1916 fertig gestellte Geologisch-Mineralogische Institut, den heutigen Abraham-Gottlob-Werner-Bau. Unter seiner Regie wurde die Sammlung in den Ausstellungsräumen aufgebaut. In der Folgezeit war Helmut von Philipsborn (1892-1983) mit der Leitung der Sammlung betraut. Die Sammlung erlitt keine Kriegsverluste. 1947 wurde erstmals wieder seit 1886 ein Kustos für die Sammlung eingesetzt. Das unter der Leitung von Hans Jürgen Rösler (geb. 1920) aufgebaute internationale Tauschsystem führte zur Erweiterung der Sammlung auf mehr als 70.000 Belege. 
  
Publikationen
Publikationen
  
Modelle
Modell eines Goldklumpens
Modell eines Goldklumpens
Physikalische, chemische und kristallographische Modelle
Modelle von Kristallen (um 1900)
Modelle von Kristallen (um 1900)
Physikalische, chemische und kristallographische Modelle
Modelle von Kristallen aus Eisenguss
Modelle von Kristallen aus Eisenguss
Physikalische, chemische und kristallographische Modelle

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