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Forstbotanischer Garten und Arboretum

Allgemein
BezeichnungForstbotanischer Garten und Arboretum
UniversitätGeorg-August-Universität Göttingen
UniversitätsortGöttingen
Museums- und SammlungsartNaturgeschichte/Naturkunde
Museums- und SammlungsformBotanischer Garten/Arboretum
SammlungsschwerpunktBiologie · Botanik · Dendrologie · Forstbotanik · Forstwissenschaft
Externe Links
Adresse Forstbotanischer Garten der Universität Göttingen
Büsgenweg 2
37077 Göttingen
ÖffnungszeitenGanzjährig durchgehend geöffnet Besuch nach telefonischer Voranmeldung Führungen nach Vereinbarung
Kontakt Prof. Dr. Andrea Polle (Direktorin)
apolle@gwdg.de
Telefon: 0551 39 33480
Dipl.-Ing. Volker Meng (Technischer Leiter)
vmeng@gwdg.de
Telefon: +49 (0) 551 39 3492
BeschreibungIm Forstbotanischen Garten und im Pflanzengeographischen Arboretum der Universität Göttingen werden Gehölze aus nordamerikanischen, asiatischen und eurasischen Pflanzengesellschaften sowie Sammlungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten präsentiert.

Der Sammlungsschwerpunkt sind Wildarten von Bäumen und Sträuchern aller Erdteile mit definierten Wildherkünften. Es existieren circa 2.000 Gehölzarten. Die Sammlung gehört damit zu den großen Gehölzsammlungen Mitteleuropas. Das Forschungspotential findet sich in den Bereichen der Physiologie, medizinische Inhaltsstoffe, Biodiversität und nachwachsende Rohstoffe. Die Freilandausstellung mit ständig öffentlichen Zugang beträgt circa 40 ha. 
Stand der InformationenDezember 2010
  
Bestände
Objektgruppen
Stand der ErschließungDer Pflanzenbestand ist größtenteils digital erfasst (Pflanzeneingänge ab 1995). 
Bedeutende Teilbestände
  • Tertiärwald (Bereich Geopark)
  • Arboretum Kaukasus / Kleinasien: 86 Arten; Erhaltungskultur; gegr. 1994
  • Gehölze Japans: 224 Arten; Erhaltungskultur; gegr. 1971
  • China: 256 Arten
  • Nordamerika: 242 Arten
  • Arboretum Koreas: 82 Arten; Erhaltungskultur; gegr. 1971
  • Systematische Sammlungen:
    • Acer: 66 Arten und Sorten
    • Betula (43)
    • Clematis (47)
    • Chamaecyparis (56)
    • Fraxinus (19)
    • Juniperus (82)
    • Malus (36)
    • Picea (80)
    • Pinus (88)
    • Prunus (36)
    • Quercus (24)
    • Sorbus (35)
    • Spireae (65)
    • Thuja (33)
  
Geschichte
Ereignisse
  • 1870 Begründung als akademische Sammlung oder Institution
Personen
GeschichteDie Geschichte des Forstbotanischen Gartens in Göttingen steht in engem Zusammenhang mit der Geschichte der Fakultät für Forstwissenschaften, die in Hannoversch Münden ihren Ursprung hat. Der dortige Forstbotanische Garten wurde 1870 unter der Leitung von Gartenmeister Zabel (1832-1912) eröffnet. Mit dem Garten sollte den Forststudenten Anschauungsmaterial geliefert werden und die Möglichkeit bestehen, Züchtungsarbeiten sowie andere Untersuchungen vornehmen zu können. Von Poser war der Nachfolger Zabels und wurde 1930 von Gartenmeister Laue abgelöst, der bis zum Jahre 1962 die Verantwortung für den Garten trug. Er hatte die schwierige Aufgabe, den unter von Posers Leitung weitgehend verfallenen Garten wieder zu ordnen und neu aufzubauen. Im Jahre 1962 bekam Gartenbauingenieur Bartels, der das heutige Bild des Gartens wesentlich geprägt hat, die technische Leitung übertragen.

1970/71 erfolgte die räumliche Verlegung der forstwissenschaftlichen Lehr- und Forschungsstätten von Hannoversch Münden nach Göttingen. Damit wurden die forstwissenschaftlichen Anstalten einer Universität angegliedert, um der Forstwissenschaft Berührungspunkte zu anderen Wissenschaften zu ermöglichen bzw. zu erleichtern. Mit dem Umzug der Forstwissenschaftlichen Fakultät musste in Göttingen ein neuer Forstbotanischer Garten angelegt werden. Zwar existierte hier zu diesem Zeitpunkt schon der "Alte Botanische Garten", dieser genügte aber nicht den speziellen Anforderungen einer forstlichen Fakultät.

Der Forstbotanische Garten liegt im Nordosten der Stadt und damit in direkter Nachbarschaft zu den Gebäuden der Forstwissenschaftlichen Fakultät. Die exponierte Lage des Gartens wurde durch eine umfangreiche Windschutzpflanzung aus einheimischen Baum- und Straucharten entlang der alten Straße nach Nikolausberg abgemildert.

Während die Institute in den Jahren 1970/71 verlegt wurden, konnten die ersten, teilweise eigens in Hannoversch Münden herangezogenen Gehölze nach längeren Änderungsarbeiten im Gelände erst 1973 gepflanzt werden. Trotz des großen Einsatzes der Professoren Schmucker (Pensionierung 1963) und Lange (1967 Wechsel nach Würzburg) verliefen die Verhandlungen für den Neubau des Forstbotanischen Gartens sehr unbefriedigend. Dies betraf sowohl den Standort und seine Größe als auch die technische und personelle Ausstattung. Langes Nachfolger als Gartendirektor wurde Prof. Eschrich, der dem Garten bis 1981 vorstand.

Die ersten Pflanzungen ließ der technische Leiter Andreas Bartels ab Herbst 1970 im Bereich des Pflanzengeographischen Arboretums Japan vornehmen. Seither erfolgte ein kontinuierlicher Aufbau der Gehölzbestände. Während in den ersten Jahren die Anpflanzung von Wildarten im Vordergrund stand, wurden ab ca. 1980 von Bartels zunehmend auch Kultursorten angepflanzt. 1982 wurde der Forstbotanische Garten unter seinem Gartendirektor Prof. Bartels offiziell vom Institut für Forstbotanik getrennt und ist seitdem eine eigenständige Betriebseinheit innerhalb der Fakultät. Die wissenschaftliche Leitung wird aber nach wie vor vom Institut für Forstbotanik gestellt. Unter der Leitung von Prof. Polle und dem Einsatz von Herrn Meng ist es gelungen, den Forstbotanischen Garten um eine Erweiterungsfläche zu vergrößern. Der Gartenleitung ist es ein besonderes Anliegen, diese einzigartige Sammlung auch der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Website des Gartens 
  
Publikationen
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