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Geowissenschaftliches Museum der Universität Göttingen

Allgemein
BezeichnungGeowissenschaftliches Museum der Universität Göttingen
UniversitätGeorg-August-Universität Göttingen
UniversitätsortGöttingen
Museums- und SammlungsartNaturgeschichte/Naturkunde
Museums- und SammlungsformMuseum
SammlungsschwerpunktGeologie · Geowissenschaften · Lagerstättenkunde · Mineralogie · Paläobotanik · Paläontologie · Stratigraphie
Externe Links
Adresse Museum, Sammlungen & Geopark
Goldschmidtstr. 1-5
37077 Göttingen
ÖffnungszeitenMo -Fr: 9 - 17 Uhr (außer an Feiertagen) So: 10 - 16 Uhr
Kontakt geomuseum@gwdg.de

Prof. Dr. Joachim Reitner (Direktor)
jreitne@gwdg.de
Telefon: +49 (0) 551 39 7950

Dr. Alexander Gehler (Kustos)
agehler@gwdg.de
Telefon: +49 (0) 551 39 7998
BeschreibungDas Geowissenschaftliche Museum der Universität Göttingen (früher Sammlungen des Geowissenschaftlichen Zentrums) beherbergen heute, mit mehr als vier Millionen Stücken und Serien, eine der fünf großen geowissenschaftlichen Sammlungen der Bundesrepublik Deutschland. Sie sind in 20 Einzelsammlungen gegliedert.

Der Sammlungsschwerpunkt findet sich in der Paläontologie, Geologie und Mineralogie. Hauptschwerpunkte sind circa 100.000 Stücke und Serien der paläontologischen und biologischen Typus- und Originalsammlung, aufgebaut seit 1724. Dazu kamen 100 Typusmineralien und weitere historische Bestände.

Einzelne Objekte in den Sammlungen des Geowissenschaftlichen Zentrums der Universität Göttingen können sogar bis in das 17. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Seit dieser Zeit ist die Sammlung dank zahlreicher Aufsammlungen, Kauf, Tausch und Donatoren stark angewachsen.

Teile der Sammlungen sind in einem Museum ausgestellt. Dazu bietet das Institut in der Goldschmidstraße 1 und 3 genug Raum an. Zu sehen sind auch einige attraktive Großobjekte geologischer, paläontologischer und zoologischer Provenienz. 
SonstigesEine museale Ausstellung im Foyer des Hörsaalbereichs ist im Aufbau.
Sonderausstellungen 
Stand der InformationenApril 2015
  
Bestände
Objektgruppen
RelevanzTypusmaterial
Stand der ErschließungCirca 2 Prozent der gesamten Sammlungsbestände sind digitalisiert. Dabei stehen kleine historische Sammlungen, Typus- und Originalmaterial sowie nutzungsintensive Sammlungen im Mittelpunkt der Bemühungen. 
Bedeutende Teilbestände
  • Bernsteinsammlung (darunter auch die ehemalige "Königsberger Bernsteinsammlung" mit zahlreichen archäologischen, kultur- und kunsthistorischen Objekten)
  • Wealden-Kollektion Max Ballerstedt (1857-1945)
  • Fossillagerstätten (Ediacarium, Kambrium)
  • Fossillagerstätte Solnhofen (Ober-Jura)
  • Fossillagerstätte Willershausen (Ober-Pliozän)
  • Systematische Paläontologie (Invertebraten)
  • Systematische Paläontologie (Vertebraten)
  • Sammlung von Wilhelm Gottfried Leibniz (1646-1716)
  • Sammlung von Georg Thomas von Asch (1729-1807)
  • Sammlung von Johann Friedrich Blumenbach (1752-1840)
  • Sammlung von Wolfgang Sartorius von Waltershausen (1809-1876)
  • Sammlung von Johann Friedrich Ludwig Hausmann (1782-1859)
  • Sammlung Friedrich Wöhler (1800-1882)
  • Sammlung Karl von Seebach (1839-1880)
  • Sammlung Ernst Lienenklaus (1849-1905)
  • Sammlung Adolf von Koenen (1837-1915)
  
Geschichte
Ereignisse
  • 1877 Begründung als akademische Sammlung oder Institution
Personen
GeschichteDie Wurzeln der geowissenschaftlichen Sammlungen in Göttingen reichen bis zum ersten Naturalienkabinett in die Zeit der Universitätsgründung (1737) zurück. Der Grundstock der Sammlungen wurde durch Samuel Christian Hollmann (1696-1787) gelegt, der als erster auswärtiger Professor bereits 1734, drei Jahre vor der offiziellen Inauguration, an die Universität berufen wurde. Zwischenzeitlich fanden weitere Naturaliensammlungen, wie z. B. die des Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716), ihren Weg nach Göttingen. 1773 überließ Christian Wilhelm Buettner (1716-1801), Hofrat und Professor für Chemie und Naturgeschichte, der jungen Universität gegen eine "Leibrente" seine umfangreiche Naturaliensammlung (Mineralien, Pflanzen, Tiere, Petrefacten, Kunstsachen und Münzen). Auf diese aufbauend wurde das "Königlich Academische Museum" gegründet, und entsprechend in sechs Abteilungen gegliedert, von den zwei Abteilungen die Petrefacten (=Fossilien) und Gesteine sowie die Mineralien enthielten. "Erster Aufseher" des Museums wurde 1776 der berühmte Anatom und Naturforscher Johann Friedrich Blumenbach (1752-1840).

Nach mehren Umzügen 1793, 1862, 1866 konnten 1877 die "Geognostisch-paläontologische" und die "Mineralogische Sammlung", zusammen mit der "Zoologischen Sammlung", erstmals auf einer größeren Ausstellungsfläche gezeigt werden - dem Naturhistorischen Museum Göttingen. Nach erneuter Trennung der Sammlungen aus Platzgründen (1929) erfolgte 1971 (Mineralogie) und 1974 (Geologie/Paläontologie) der Umzug in neue Gebäude im Nordbereich der Universität (Goldschmidtstraße).

Die Verluste an Sammlungsmaterial zum Ende des 2. Weltkrieges können als sehr gering eingestuft werden. Sie betreffen zum einen 1945 im Kalischacht Volpriehausen ausgelagertes Material, wie auch einiges im April 1945 bei einem Brand im Institut zerstörtes Material der Schausammlung.

1999 wurden die Sammlungen und Museen der Mineralogischen Anstalten und der Göttinger Geologischen Institute (Institut und Museum für Geologie und Paläontologie + Institut für Geologie und Dynamik der Lithosphäre) zu einer Einheit zusammengeführt. Damit beherbergt das Museum des Geowissenschaftlichen Zentrums heute, mit mehr als vier Millionen Stücken und Serien, eine der fünf größten geowissenschaftlichen Sammlungen der Bundesrepublik Deutschland.

Website des Museums 
  
Publikationen
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