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Museum im Schweizerhaus im Forstbotanischen Garten

Allgemein
BezeichnungMuseum im Schweizerhaus im Forstbotanischen Garten
UniversitätTechnische Universität Dresden
UniversitätsortDresden
Museums- und SammlungsartNaturgeschichte/Naturkunde
Museums- und SammlungsformBotanischer Garten/Arboretum
SammlungsschwerpunktBiologie · Botanik · Dendrologie · Forstbotanik · Forstwissenschaft
Externe Links
AdresseTechnische Universität Dresden
Forstbotanisches Museum
Am Forstgarten 1
01737 Tharandt
ÖffnungszeitenApril bis Oktober: Di-Do 11:30-14:00 Uhr Sa, So, Feiertage 11:00-15:30 Uhr
KontaktTelefon: +49 (0) 35203 383 1258

Dipl.-Forstwirt Ulrich Pietzarka (Kustos)
pietz@forst.tu-dresden.de
Telefon: +49 (0) 35203 383 1274
BeschreibungDas Museum gehört zu den Forstlichen Sammlungen am Standort Tharandt. Im Forstgarten befindet sich in unmittelbarer Nähe des Haupteinganges das Schweizerhaus mit dem Forstbotanischen Museum. Die Ausstellung des Museums umfasste zunächst eine große Zahl von Exponaten, die dendrologische Raritäten, Wuchsanomalien, Holzfehler und Gehölzkrankheiten darstellten. Als Beispiel für die in der Natur herrschende Formenmannigfaltigkeit wurde eine reichhaltige Zapfensammlung gezeigt. Im Jahr 1995 wurde jedoch mit der Umgestaltung der Ausstellung begonnen, indem große Teile der wissenschaftlichen Sammlungen herausgenommen wurden. Heute zeigt eine moderne Ausstellung, die für jedermann leicht verständlich und selbsterklärend ist, drei verschiedene Aspekte: Geschichte des Forstbotanischen Gartens, der Forstbotanische Garten als Pflanzenstandort und Lebensraum einer artenreichen Tierwelt- und vor allem Pflanzenwelt sowie Wuchsanomalien verschiedener Gehölze.

Website des Museums 
Stand der InformationenSeptember 2011
  
Bestände
Objektgruppen
Bedeutende TeilbeständeEs gibt keine Informationen zu Teilbeständen.
  
Geschichte
Ereignisse
  • 1885 Begründung als akademische Sammlung oder Institution
Personen
GeschichteMit der Umsiedlung Heinrich Cottas (1763-1844) und seiner forstlichen Lehranstalt 1811 von Thüringen nach Sachsen war eine der ältesten Einrichtungen dieser Art weltweit im Königreich Sachsen etabliert. 1816 wurde Cottas Schule, die bis dahin privat geführt wurde, vom sächsischen Staat übernommen. Cotta blieb Direktor der Anstalt. Die Vielgestaltigkeit des ausgedehnten Tharandter Waldes bot ausgezeichnete Bedingungen für die Ausbildung von Forstfachleuten. Neben Cotta wirkten der Botaniker Johann Adam Reum (1780-1839) und Carl Leberecht Krutzsch (1772-1852) in der theoretischen Wissensvermittlung. Reum begann bereits 1811 mit der Anlage eines Forstbotanischen Gartens. Anfänglich nur als Lehranlage eingerichtet, wurde er bald für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich. Neben dem Lebendmaterial erhielt die Sammlung auch Holzproben aus Japan, die heute noch größtenteils vorhanden sind.

Das Schweizerhaus wurde im Jahre 1842 nach Plänen des an der Akademie lehrenden Forstmathematikers Prof. Robert errichtet. Es ist das nachweislich älteste bestehende Lehrgebäude einer Forstlehranstalt in Deutschland. Das Fachwerkhaus im Schweizer Stil mit ringsum laufendem Balkon diente als Vorlesungsgebäude für die botanischen Lehrveranstaltungen. Jedoch bereits wenige Jahre später wurden diese in das 1849 fertiggestellte Akademiegebäude verlagert. Seit 1885 befindet sich im Schweizerhaus das Forstbotanische Museum. Nach einer Umgestaltung in den Jahren 1994/95 konnte es im Juni 1995 mit neuen Inhalten eröffnet werden. Eine zeitgemäße Neugestaltung des Museums sollte der Verknüpfung der beiden Aufgaben dienen, welche das Museum im Laufe der Jahre hatte: Museum und Lehrgebäude zu sein.

Website des Museums