Informationssystem zu Sammlungen und Museen
an deutschen Universitäten
Diese Anwendung wird nicht mehr gepflegt. Aktuelle Daten können im Portal der Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland abgerufen werden.

Alle anzeigen
Museum Sammlung Prinzhorn

Allgemein
BezeichnungMuseum Sammlung Prinzhorn
UniversitätUniversität Heidelberg
UniversitätsortHeidelberg
Museums- und SammlungsartKulturgeschichte & Kunst
Museums- und SammlungsformMuseum
SammlungsschwerpunktKunst · Kunstgeschichte · Medizin · Psychiatrie
Externe Links
AdresseSammlung Prinzhorn
Psychiatrische Universitätsklinik Heidelberg
Voßstraße 2
69155 Heidelberg
ÖffnungszeitenDi, Do-So 11 - 17 Uhr Mi 11 - 20 Uhr
KontaktDr. Thomas Röske (Direktor)
thomas.roeske@med.uni-heidelberg.de
Telefon: +49 (0) 6221 564726
Dr. Ingrid von Beyme
 (Kuratorin)
ingrid.beyme@med.uni-heidelberg.de
Telefon: +49 (0) 6221 564737
BeschreibungDer abgeschlossene Bestand der Sammlung Prinzhorn enthält rund 5.000 Arbeiten von etwa 450 Patient_innen psychiatrischer Anstalten. Bei den Werken handelt es sich überwiegend um selbstgefertigte Zeichnungen und Aquarelle, schriftliche Aufzeichnungen wie Briefe, Notizen, Textentwürfe und Notationen sowie Bücher und Hefte. Ferner findet man Ölgemälde, textile Arbeiten, Collagen und 70 Skulpturen aus Holz. 
SonstigesÖffentliche Führungen jeden So 14 Uhr und Mi 18 Uhr; Sonderführungen nach telefonischer Vereinbarung 
Stand der InformationenMärz 2014
  
Bestände
Objektgruppen
Bedeutende TeilbeständeEs gibt keine Informationen zu Teilbeständen.
  
Geschichte
Ereignisse
  • 1909 Begründung als akademische Sammlung oder Institution
Personen
GeschichteDie Heidelberger Sammlung ist benannt nach dem Kunsthistoriker und Arzt Hans Prinzhorn (1886-1933), der 1919 als Assistent an die Psychiatrische Klinik der Universität Heidelberg kam. Deren Leiter Karl Wilmanns (1873-1945) hatte ihn beauftragt, eine bereits bestehende kleine Kollektion künstlerischer Arbeiten von Psychiatriepatienten mit Werken aus anderen psychiatrischen Anstalten zu erweitern und in einer wissenschaftlichen Studie auszuwerten. So entstand Prinzhorns üppig bebildertes Buch »Bildnerei der Geisteskranken. Ein Beitrag zur Psychologie und Psychopathologie der Gestaltung« (1922), welches dieses Gebiet erstmals einer größeren Öffentlichkeit zugänglich macht. Zwischen 1929-33 gibt es zahlreiche Ausstellungen in Paris, Genf, Basel und neun deutschen Städten (überwiegend Kunstvereine). 1938 übergibt Klinikdirektor Carl Schneider (1891–1946) der Wanderausstellung "Entartete Kunst" Zeichnungen der Sammlung. Er instrumentalisiert die Sammlung und ihre Schöpfer als pathologisches Beweismaterial gegen die Kunst der ‚Moderne‘, greift aber den Bestand nicht weiter an. Um 1955 wird bei Umbauten der Klinik die bisher sorgfältig verwahrte Sammlung auf den Dachboden verbannt. Erst im Jahre 1963 entdeckt Harald Szeemann (1933-2005) die Werke und zeigt erstmals wieder eine Auswahl in der Kunsthalle Bern. Zwischen 1972-77 gibt es Ausstellungen im Dachraum der Klinik. Ab 1973 wird Inge Jádi (geb. 1936) (Jarchov) Kustodin. In den Jahren 1979-85 finanziert die Volkswagen-Stiftung die Konservierung und wissenschaftliche Erfassung des gefährdeten Materials. Ab 1978 erfolgen nationale und internationale Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, Konzerte und Lesungen. Ab 1995 kommt es zur Erschließung der Sammlung in einer Datenbank, gefördert von der Kulturstiftung Baden-Württemberg. Am 13.09.2001 gelingt die Museumseröffnung "Sammlung Prinzhorn" mit einem dreitägigen Kongress und vielen begleitenden Veranstaltungen Heidelberger Kulturinstitutionen. Zum 1. November 2002 wird Thomas Röske als neuer Leiter der Sammlung Prinzhorn ernannt.

Website der Sammlung 
  
Publikationen
Publikationen