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Prinz-Johann-Georg-Sammlung*

Allgemein
BezeichnungPrinz-Johann-Georg-Sammlung*
Besonderer Status*Nicht mehr an Universität
UniversitätJohannes Gutenberg-Universität Mainz
UniversitätsortMainz
Museums- und SammlungsartKulturgeschichte & Kunst
Museums- und SammlungsformHistorische Sammlung
SammlungsschwerpunktÄgyptologie · Byzantinistik · Christliche Archäologie · Kirchengeschichte · Klassische Altertumswissenschaft · Kulturgeschichte · Kunst · Kunstgeschichte · Mediävistik · Orientalistik
Externe Links
AdresseInstitut für Kunstgeschichte
Binger Straße 26
55122 Mainz

Landesmuseum Mainz
Große Bleiche 49-51
55116 Mainz 
ÖffnungszeitenMuseum:
Di 10.00 - 20.00 Uhr
Mi-So 10.00 - 17.00 Uhr 
KontaktUniv.-Prof. Dr. Vasiliki Tsamakda
tsamakda@uni-mainz.de
Telefon: +49 (0) 6131 393 7781
Fax: +49 (0) 6131 393 9136
BeschreibungEs handelt sich um die historische Sammlung des Wettinerprinzen Johann Georg, Herzog von Sachsen (1869-1938), die dieser als interessierter Amateur auf seinen Reisen durch den Nahen Osten zusammengetragen hat. Die Sammlung umfasst rund 1.100 Exponate, vornehmlich Kleinkunst, darunter Objekte des pharaonischen, ptolemäischen und römischen Ägyptens, des spätantik-koptischen Ägyptens (größere Bestände) sowie griechische und römische Kleinplastik in Stein, Bronze und Terrakotta, eine Sammlung griechischer und russischer Ikonen (ca. 150 Exemplare), diverse Ampullen, Lampen und Pilgerandenken sowie neuzeitliches islamisches und ostkirchliches Kunsthandwerk. Die Sammlung befindet sich seit 1981 als Leihgabe des Instituts für Kunstgeschichte im Landesmuseum Mainz. Teile der Sammlung sind in die Dauerausstellung des Landesmuseums integriert. 
Stand der InformationenApril 2012
  
Bestände
Objektgruppen
Stand der ErschließungDie Objekte der Prinz Johann Georg-Sammlung sind auf Inventarblättern und als EDV-erfasste Liste vollständig aufgenommen, die aber nicht öffentlich zugänglich ist.
Die Sammlung ist publiziert im Bestands- und Ausstellungskatalog: "Sammler - Pilger - Wegbereiter. Die Sammlung des Prinzen Johann Georg von Sachsen", erschienen im Verlag Philipp von Zabern in Mainz im Jahr 2004.
Die Erfassung erfolgte 2002-2004, im Zuge der Ausstellungsvorbereitung. 
Bedeutende Teilbestände
  • Sammlung von Objekte des pharaonischen, ptolemäischen und römischen Ägyptens
  • Sammlung des spätantik-koptischen Ägyptens
  • Sammlung von griechischen und römischen Kleinplastiken in Stein, Bronze und Terrakotta
  • Sammlung von griechischer und russischer Ikonen
  
Geschichte
Ereignisse
  • 1950 Begründung als akademische Sammlung oder Institution
Personen
GeschichtePrinz Johann Georg, Herzog zu Sachsen (1869-1938), war der Bruder des letzten Königs von Sachsen. Sein großes Kunstinteresse, aber auch seine soziale Stellung und vor allem seine streng religiöse, katholische Erziehung veranlassten ihn, zahlreiche Reisen in die europäischen Nachbarländer, aber auch nach Russland, Griechenland und in den Vorderen Orient (Syrien, Palästina, den Sinai und Ägypten) zu unternehmen. Auf jeder Reise erwarb er zahlreiche Kunstwerke, aber auch Gegenstände des Alltags. Zahlreiche Aegyptiaca bilden einen wichtigen Bestandteil seiner Sammlung, darunter Uschebtifiguren, Mumienkartonagen und Mumienportraits, daneben aber auch Terrakotten und schwarz- und rotfigurig bemalte Vasen aus Griechenland und Grabreliefs aus Palmyra sowie koptische Textilien. Der spätantiken, byzantinischen und frühislamischen Zeit gehören koptische Plastiken, Weihrauchgefäße, Menasampullen, Brotstempel, Lampen, Kreuze, silbernes und bronzenes Kultgerät orthodoxer Kirchen an. Seine Liebe gehörte aber auch stets den Ikonen, die Prinz Johann Georg während seiner Aufenthalte in Russland, Griechenland, Konstantinopel, Kreta, Palästina, Ägypten und Italien zusammentrug. Ursprünglich befanden sich auch Aquarelle und Handzeichnungen deutscher und österreichischer Künstler des 19. Jahrhunderts in der Sammlung, die jedoch bereits kurz nach dem Tod des Prinzen veräußert wurden. Im Jahre 1950 erwarb das Land Rheinland-Pfalz die Sammlung und übergab diese der Kunsthistorischen Institut der Universität in Mainz. Die durch das Kultusministerium des Landes Rheinland-Pfalz angekaufte Sammlung wurde dem Institut überlassen und provisorisch inventarisiert (über 900 Inventarnummern). Aus konservatorischen Gründen konnten die Objekte zunächst nur teilweise ausgestellt werden.
Seit 1978 wird die Prinz Johann Georg-Sammlung dem Mittelrheinischen Landesmuseum Mainz als Dauerleihgabe überlassen. Beweggründe für diesen Schritt waren neben sicherheits- und präsentationstechnischen Problemen die zunehmende Raumknappheit im Haus. 
  
Publikationen
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