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Sammlung Geburtshilflicher Instrumente der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe*

Allgemein
BezeichnungSammlung Geburtshilflicher Instrumente der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe*
Besonderer Status*Verbleib unbekannt
UniversitätCharité - Universitätsmedizin Berlin
UniversitätsortBerlin
Museums- und SammlungsartMedizin
Museums- und SammlungsformHistorische Sammlung
SammlungsschwerpunktGeburtshilfe
Externe Links
AdresseKlinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Charité Campus Virchow-Klinikum
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin 
BeschreibungDie kleine Sammlung von geburtshilflichen Instrumenten befand sich im Seminarraum C des Bettenhochhauses der Charité am Campus Mitte. Die circa 50 Objekte waren in drei verglasten Schränken untergebracht. Sie stammen größtenteils aus dem 19. Jahrhundert. Es gibt aber auch einige Exponate aus dem 18. bzw. 20. Jahrhundert. Intention der Sammlung war das Wachhalten des Vermächtnisses namhafter Geburtshelfer. Nach Umbauarbeiten im Bettenhochhaus zwischen 2010 und 2013 ist die Sammlung unbekannt verlagert worden. Der jetzige verbleib ist unklar. 
Stand der InformationenFebruar 2014
  
Bestände
Objektgruppen
Bedeutende TeilbeständeBedeutende Teilbestände sind nicht angegeben.
  
Geschichte
Ereignisse
  • Zwischen 1817 und 1828 (vermutlich) Begründung als akademische Sammlung oder Institution
Personen
GeschichteDie Sammlung geht wahrscheinlich auf Elias von Siebold (1775-1828) zurück, der 1816 von Göttingen nach Berlin berufen wurde. Im Jahr 1817 eröffnete er die neue Universitätsfrauenklinik, in der auch eine Poliklinik für Geburtshilfe integriert war. Der erste Katalog wurde vermutlich von Karl Wilhelm Mayer (1795-1868), dem ersten Assistenten Siebolds und späteren Gründer der "Gesellschaft für Geburtshülfe zu Berlin", erstellt.

Eduard Caspar Jakob von Siebold (1801-1861), der Sohn von Elias, führte das Sammeln fort. Er verfolgte damit ein trivialen Grund: Er wollte, dass man aus den Fehlkonstruktionen geburtshilflicher Apparaturen lernt. Dazu muss man deren Ausprägungen und Aufbau darstellen. Siebold widmete der Sammlung sogar ein eigenes Kapitel in seiner 1829 erschienenen Schrift. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Sammlung noch im Privatbesitz der Familie Siebold, war aber bei Interesse zu besichtigen. Neben den Instrumenten gab es auch Präparate, Modelle sowie eine umfangreiche Bibliothek. Die Sammlung bezog sich dabei nicht nur auf die regionale Geburtshilfe. Es kamen auch Stücke aus anderen Ländern und Regionen hinzu.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bemühten sich weitere Geburtshelfer um die Vermehrung der Sammlung, unter ihnen waren: Dietrich Wilhelm Heinrich Busch (1788-1858), Eduard Arnold Martin (1809-1875), Ernst Bumm (1858-1925) und Walter Stoeckel (1871-1961).

In den Folgen des Zweiten Weltkrieges ging ein Teil der Sammlung verloren. Ende der 1940er Jahre begann Helmut Kraatz (1902-1981) die verlorenen Stücke wieder zusammenzutragen und katalogisierte sie. Die Beckensammlung wurde Teil der Gynäkologische Sammlung am Centrum für Anatomie der Charité.

Im Zuge zweier Dissertationsvorhaben wurde die Sammlung wieder komplett aktualisiert.

David 2010 
  
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