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Kartensammlung

Allgemein
BezeichnungKartensammlung
UniversitätGeorg-August-Universität Göttingen
UniversitätsortGöttingen
Museums- und SammlungsartNaturwissenschaft & Technik
Museums- und SammlungsformLehr- und Forschungssammlung
SammlungsschwerpunktGeographie · Geowissenschaften · Kartographie
Externe Links
AdresseGeorg-August-Universität Göttingen
Historisches Gebäude der SUB Göttingen
Papendiek 14
37073 Göttingen
ÖffnungszeitenMo-Fr 10-12 Uhr Mo-Do 14-15 Uhr
KontaktPetra Köhler (Leiterin)
koehler@sub.uni-goettingen.de
Telefon: +49 (0) 551 39 5282
Andreas Ahrens
ahrens@sub.uni-goettingen.de
Telefon: +49 (0) 551 39 5282
BeschreibungEinzelkäufe, Schenkungen und die Übernahme von Nachlässen legten den Grundstein für eine der bedeutenden Kartensammlungen Europas. Seit ihrer Gründung sammelt die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen Karten und Atlanten. Gesammelt und erschlossen wird im Rahmen des Sondersammelgebiets „Thematische Karten”, deutsche und ausländische Karten sowie Atlanten zu allen Regionen und sämtlichen kartographischen Themengebieten. Die Kartensammlung umfasst etwa 320.000 Kartenblätter, circa 11.000 Atlanten und 20.000 Erläuterungen sowie topografische Karten von etwa 120 Staaten in verschiedenen Maßstäben. Daneben besteht ein bedeutender Bestand von etwa 65.000 Altkarten und ein Handapparat mit der wichtigsten Literatur zur Kartographie.

Unter den bedeutenden Werken finden sich die berühmten Atlanten von Wilhelm Janszon (1570-1638) und Johann Blaeu (gest. 1763), Johann Jansson (eigentlich Jan Janszoon) (1588-1664), Claes Janszoon Visscher (1587-1652), Cornelius Frederick de Witt und Nicolas Sanson (Nicolas Sanson d’Abbeville) (1600-1667). 
SonstigesIm Lesesaal der Kartensammlung sind fast alle Atlanten frei zugänglich. Kartenblätter der topografischen und thematischen Kartenwerke und alle Einzelkarten werden dem Besucher in Direktausleihe zur Verfügung gestellt. Die Materialien können auch auf elektronischem Wege bestellt werden und liegen dann bereit. Die Bestände stehen nicht zur Ausleihe zur Verfügung, können jedoch über das Reprocenter der SUB Göttingen kopiert werden. 
Stand der InformationenDezember 2011
  
Bestände
Objektgruppen
Stand der ErschließungAlle Objekte der Kartensammlung sind in elektronischer Form erfasst. Die Bestände bis zum Erscheinungsjahr 1850 sind in der IKAR-Landkartendatenbank verzeichnet, alle anderen im Online-Katalog des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes (GBV) sowie im Göttinger Universitätskatalog (OPAC); außerdem im Geo-OPAC, der speziell die geowissenschaftlichen Bestände verzeichnet, und in Geo-Leo, der Virtuellen Fachbibliothek für das System Erde und das Weltall.
Eine systematische Digitalisierung sämtlicher Objekte ist nicht vorgesehen. In Auswahl wurden einzelne Bestände im Rahmen verschiedener Projekte (Itineraria, Sammlung Asch, Digi-Wunschbuch, OPAL) digitalisiert. Sie können über das Göttinger Digitalisierungszentrum recherchiert werden. (Stand: Mai 2009) 
Bedeutende Teilbestände
  • Kartensammlung der Bibliothek von Joachim Heinrich von Bülow (1650-1724)
  • Karten aus der Bibliothek des Geographen Johann Michael Franz (1700-1761)
  • Karten aus den Schenkungen von Georg Thomas von Asch (1729-1807)
  • Seekarten des Hydrographical Office
  • Schenkung des Ökonomen Johann Beckmann (1739-1811)
  • Schenkung des Direktors der Navigationsschule in Bremen Arthur Breusing (1818-1892)
  
Geschichte
Ereignisse
  • 1734 Begründung als akademische Sammlung oder Institution
Personen
GeschichteKurz nach der Gründung der Universitätsbibliothek gelang es 1734, die kostbare Privatbibliothek von Joachim Heinrich von Bülow (1650-1724) anzukaufen. Diese Sammlung umfasst einen Bestand von circa 2.000 Karten des 17. und 18. Jahrhunderts. Dann folgten bis ins 19. Jahrhundert weitere Teilsammlungen, u. a. von Johann Michael Franz (1700-1761), Georg Thomas von Asch (1729-1807), Seekarten des Hydrographical Office aus England, Schenkungen des Ökonomen Johann Beckmann (1739-1811) und des Nautikers Arthur Breusing (1818-1892) aus Bremen.
Von 1888 bis in die 1980er Jahre war die Kartensammlung als Dauerleihgabe an das Geographische Institut ausgelagert worden. Danach wurde sie wieder in die Bibliothek überführt, wo sie heute aufbewahrt wird.

Bötte u.a. 2001