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Sammlung bzw. Laboratorium für Wasserbau*

Allgemein
BezeichnungSammlung bzw. Laboratorium für Wasserbau*
Besonderer Status*Aufgelöst
UniversitätTechnische Universität Berlin
UniversitätsortBerlin
Museums- und SammlungsartNaturwissenschaft & Technik
Museums- und SammlungsformHistorische Sammlung
SammlungsschwerpunktBauwesen · Hydrologie · Schiffbau · Wasserbau
Externe Links
BeschreibungDie Sammlung für Wasserbau gehörte zum Fachbereich II für Bau-Ingenieurwesen. Der Aufstellungsort war der Raum Nummer 331 im Hauptgebäude. Die Sammlung bestand zum größten Teil aus Modellen und Zeichnungen. Später wurde die Sammlung dem Wasserbau-Laboratorium angeschlossen bzw. seit 1921 auch von dessen Vorstehern verwaltet. Im Vorlesungsverzeichnis blieb sie aber weiterhin als eigenständige Sammlung bestehen.
Die Sammlung fiel höchstwahrscheinlich den alliierten Bomben und den Wirren der Nachkriegszeit zum Opfer. Möglicherweise existieren noch vereinzelt Objekte. Bisherige Recherchen blieben erfolglos.

Eng verbunden mit der Einrichtung der Technischen Hochschule war die benachbarte Versuchsanstalt für Wasserbau und Schiffbau (VWS). Einige der noch in den 1990er Jahren verwendeten Forschungsmodelle sind nach wie vor in den Kellerräumen der mittlerweile geschlossenen Anlage vorhanden. Ihr Schicksal wird die Verschrottung sein. Interessierte dürfen aber auch gern anfragen, ob sie eines der mehrere Meter langen Modelle abholen dürfen. 
SonstigesIm Jahre 1906 wurde im Hamburger Bahnhof in Berlin das Verkehrs- und Baumuseum eröffnet. Es ist davon auszugehen, dass auch aus dieser Sammlung Objekte an das Museum abgegeben wurden, da dies über eine größere Wasserbau-Abteilung verfügte. 
Stand der InformationenDezember 2010
  
Bestände
Objektgruppen
Stand der ErschließungEs gibt keine Erschließung. 
Bedeutende Teilbestände
  • Sammlung von Schiffspropellern (noch in der ehemaligen Versuchsanstalt) ausgestellt
  • Sammlung von Forschungsmodellen von Seeschiffen
  
Geschichte
Ereignisse
  • 1886 Begründung als akademische Sammlung oder Institution
  • 2005 (vermutlich) Beendung als akademische Sammlung oder Institution
Personen
GeschichteErwähnung findet die Sammlung erstmals im Vorlesungsverzeichnis der Technischen Hochschule zu Berlin von 1886/87. Als Sammlungsvorsteher wird Professor Julius Schlichting (1835-1894) angegeben. Schlichting unterrichtete Wasserbau.

Nach dem Tod von Professor Schlichting übernahm Professor Johann Friedrich Bubendey (1848-1919) Lehrstuhl und Sammlung. Im Jahre 1904 verließ Bubendey Berlin, um in Hamburg die Stellung eines Wasserbaudirektors wahrzunehmen. Für das Jahr 1904 blieb die Position des Sammlungsvorstehers vakant. Die Sammlung fiel dann unter die Aufsicht der Abteilung für Bau-Ingenieurwesen, ohne dass ein berufener Vorsteher dafür verantwortlich war.

In den Jahren 1913 und 1914 wurde ein Wasserbau-Laboratorium der Abteilung für Bau-Ingieneurwesen eingerichtet und von den Professoren Max Grantz (1864-1945) und George de Thierry (1862-1942) betreut. Diese übernahmen 1917 auch die Sammlung.

Bereits 1901 wurde auf der Schleuseninsel im benachbarten Tiergarten die Versuchsanstalt für Wasser- und Schiffbau (VWS) eingerichtet, die aber laut Grantz nicht den Bedürfnissen der Hochschule entsprach, trotzdem eng mit dieser in Kooperation stand.

Im Jahre 1923, in der Zwischenzeit wurde die Sammlung unter "Wasserbaulaboratorium" geführt, übernahm der Wasserbau-Ingenieur Professor Adolf Ludin (1879-1968) von Max Grantz den Lehrstuhl für "Flußbau, Wasserwirtschaft und Kulturbau" und war von 1925 neben de Thierry Leiter des Laboratoriums. Ludin blieb bis 1945 an der Hochschule und betätigte sich danach weiter als Berater in wasserbaulichen Angelegenheiten im In- und Ausland.

Im Jahre 1928 übernahm der Ingenieur Arnold Agatz (1891-1980) die Stelle von George de Thierry, der ein Jahr später emeritierte.

Das Wasserbau-Laboratorium und die dazugehörige Sammlung wurden mit höchster Wahrscheinlichkeit im Zweiten Weltkrieg zerstört bzw. wie die VWS durch die Rote Armee demontiert und abtransportiert.

In den 1950er Jahren begannen die Forschungen in der VWS erneut, die dann 1994 durch ein Haushaltsstrukturgesetz aufgelöst und ab 1995 als Zentraleinrichtung in die TU Berlin integriert wurde. Ende 2001 wurde die Versuchsanstalt dann endgültig geschlossen.

u.a. Grantz 1926, Pressemitteilung zum Jubiläum der VWS 2003 
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