Informationssystem zu Sammlungen und Museen
an deutschen Universitäten
Diese Anwendung wird nicht mehr gepflegt. Aktuelle Daten können im Portal der Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland abgerufen werden.

Alle anzeigen
Pathologische Sammlung

Allgemein
BezeichnungPathologische Sammlung
UniversitätFriedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
UniversitätsortErlangen
Museums- und SammlungsartMedizin
Museums- und SammlungsformSammlung
SammlungsschwerpunktHumanmedizin · Medizin · Pathologie
Externe Links
AdresseFriedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Institut für Pathologie
Krankenhausstr. 8-10
91054 Erlangen
ÖffnungszeitenFür wissenschaftliche Zwecke ist die Sammlung nach Vereinbarung zugänglich.
Kontaktsammlung@patho.imed.uni-erlangen.de

Dr. Carol Geppert
carol.geppert@uk-erlangen.de
Telefon: 09131 8534729

Prof. Arndt Hartmann (Direktor)
arndt.hartmann@uk-erlangen.de
Telefon: +49 (0) 9131 85 22286
BeschreibungDie Sammlung trug wesentlich dazu bei, dass sich die Pathologie 1862 in Erlangen als eigenes Fach etablieren konnte. Der Pathologieprofessor war damals zugleich Leiter des „Museum Pathologico-anatomicum“ am Universitätskrankenhaus. Aus dieser frühen Zeit sind allerdings kaum noch Objekte erhalten. Der heutige Bestand stammt größtenteils aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts.

Website der Sammlung in den Schatzkammern des Wissens 
Stand der InformationenMärz 2014
  
Bestände
Objektgruppen
Bedeutende TeilbeständeEs gibt keine Informationen zu Teilbeständen.
  
Geschichte
Ereignisse
  • 1826 Begründung als akademische Sammlung oder Institution
Personen
GeschichteUrsprünglich gehörten die Präparate von pathologisch veränderten Organen zum Bestand der Anatomischen Sammlung. Mit der gesonderten Aufstellung der pathologischen Präparate wurde Anfang des 19. Jahrhunderts begonnen.

1805 gelang es dem Anatomieprofessor Friedrich Heinrich Loschge (1755-1840) 40 Präparate vom Markgräflichen Naturalien-Kabinett zu bekommen, zu denen einige pathologische Objekte gehörten. Bis 1826, dem Jahr der Etablierung der pathologischen Teilsammlung, kamen weitere Objekte hinzu.

Im 19. Jahrhundert wurde ausgehend von den Krankenhäusern in Paris die Pathologie zur Leitwissenschaft der Medizin. Der erste Direktor des Erlangener Universitäts-Krankenhauses Adolf Henke (1775-1843) holte pathologische Präparate aus anderen Anstalten in die Universität. Die Sammlung wuchs beständig an, es bedurfte nur noch Vertretern der neuen naturwissenschaftlichen Schule, um den „Brückenschlag zwischen Anatomie und Klinik“ herzustellen. Mit dem Amtsantritt von Josef von Gerlach (1820-1896) und Franz von Dittrich (1815-1859) änderte sich dieser Zustand. Gemeinsam ebneten sie den Weg für die pathologische Anatomie. Die Anatomisch-pathologische Sammlung spielte dabei eine wichtige Rolle. Die Aussonderung der pathologischen Objekte führte zur Trennung in eine anatomische und eine pathologische Sammlung. 1862 wurde die Pathologie eigenständige Disziplin.

1906 wurde das neue Institutsgebäude am heutigen Standort eröffnet. Das Herzstück bildete die Pathologische Sammlung. Der Zweite Weltkrieg zog „spurlos“ über das Pathologische Institut hinweg. Mit der Einrichtung von Laborräumlichkeiten wurde der Platz für die Sammlung eng. In den 1960er Jahren „verschwand“ die Sammlung für die nächsten zwanzig Jahre auf dem Dachboden. Ihre Bedeutung in der Lehre hatte abgenommen, niemand schien sie zu vermissen. Dann wurde sie in den 1980er Jahren wiederentdeckt. Der Zustand der Sammlung ließ es nicht zu, alle Präparate zu erhalten. Die „besten“ Stücke wurden ausgelesen und letztendlich ließ sich doch ein „...beachtlicher Grundstock der Erlangener Pathologischen Sammlung retten.“

Trotz ihres Bedeutungsverlustes als Lehrmaterial (d.h. aber nicht, dass sie dabei keine Verwendung mehr findet) ist die Sammlung für die wissenschaftshistorische Forschung unabdingbar. In Zukunft soll die Sammlung auch der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Rau und Ruisinger, 2007 
  
Publikationen
Publikationen