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Sammlung der Poliklinik für zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde

Allgemein
BezeichnungSammlung der Poliklinik für zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde
UniversitätUniversität Leipzig
UniversitätsortLeipzig
Museums- und SammlungsartMedizin
Museums- und SammlungsformLehrsammlung
SammlungsschwerpunktHumanmedizin · Medizin · Prothetik · Zahnmedizin · Zahntechnik
Externe Links
AdresseUniversität Leipzig
Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik u. Werkstoffkunde
Liebigstraße 27c
04103 Leipzig
ÖffnungszeitenBesichtigung nach Vereinbarung
Kontaktprothetik@medizin.uni-leipzig.de

Prof. Dr. Thomas Reiber
reiber@medizin.uni-leipzig.de
Telefon: +49 (0) 341 97213 37
BeschreibungDie Sammlung zahnmedizinischer und zahntechnischer Exponate an der Poliklinik für zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde der Universität Leipzig umfasst Exponate aus dem Zeitraum der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Den Grundstock bilden historische Lehrmittel, vor allem an Modellen zu demonstrierende Arbeitsabläufe in Zahnmedizin und Zahntechnik, ebenso einige anatomische Präparate sowie eine Vielzahl von extrahierten Zähnen in mannigfaltiger Gestalt unter Berücksichtigung ungewöhnlicher Wuchsformen. Von besonderem Interesse dürfte auch eine umfassende Sammlung historischer Artikulatoren sein. Fotografien zur räumlichen Situation des Zahnärztlichen Instituts um 1930 ergänzen die in vier Glasvitrinen und drei Sammlungsschränken ausgestellten Objekte. 
Stand der InformationenMärz 2009
  
Bestände
Objektgruppen
Bedeutende Teilbestände
  • Modellsammlung
  • Zahnsammlung
  • Sammlung historischer Artikulatoren
  
Geschichte
Personen
GeschichteAm 16. Oktober 1884 begann Dr. med. Friedrich Louis Hesse (1849-1906) als außerordentlicher Professor für Zahnheilkunde seine Lehrtätigkeit vor sieben Studenten in vier kleinen Räumen in der Leipziger Goethestraße 5 am ersten deutschen zahnärztlichen Universitätsinstitut. Ab dem Wintersemester 1907/08 erfolgte in Leipzig eine Aufzweigung des Gesamtfaches der Zahnheilkunde in zwei von zunächst außerordentlichen Professoren geführte Spezialabteilungen, die von Prof. Theodor Dependorf (1870-1915) geleitete operativ-konservierende Abteilung und die von Prof. Wilhelm Pfaff (1870-1942) geführte technisch-orthodontische Abteilung. Beide beantragten einen Neubau des Instituts. Dieser entstand in den Jahren 1908-1910 auf dem ehemaligen Schramm´schen Grundstück zwischen Nürnberger- und Carolinenstraße (jetzige Paul-List-Straße) in der Nürnberger Straße 57 nach damals modernsten Gesichtspunkten für eine Zahl von 100 Studenten. Pfaff, der als erster in Deutschland einen Lehrauftrag für Orthodontie erhielt, führte dieses zahnärztliche Teilgebiet als obligat ein. Zudem förderte er die vorklinische Ausbildung der Studenten und richtete im neu erbauten Institut neben anderen Funktionsräumen auch einen Gips- und Sammlungsraum im Erdgeschoss des Hauses ein. Die heutige Sammlung zahnmedizinischer und zahntechnischer Exponate wurde allerdings erst durch Rudolf Kleeberg (1892-1970) und seine Mitarbeiter in über 30-jähriger Sammlungstätigkeit bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1962 zusammengetragen und später unwesentlich ergänzt.