Alle anzeigenAbguss-Sammlung des Kunsthistorischen Instituts (Paul-Clemen-Museum)
Allgemein
Bezeichnung | Abguss-Sammlung des Kunsthistorischen Instituts (Paul-Clemen-Museum) |
Universität | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn |
Universitätsort | Bonn |
Museums- und Sammlungsart | Kulturgeschichte & Kunst |
Museums- und Sammlungsform | Lehr- und Forschungssammlung |
Sammlungsschwerpunkt | Kunstgeschichte |
Externe Links | |
Adresse | Kunsthistorisches Institut der Universität Bonn
Regina-Pacis-Weg 1 53113 Bonn |
Öffnungszeiten | Die Öffnungszeiten orientieren sich an denen des Kunsthistorischen Instituts |
Kontakt | Prof. Harald Wolter-von dem Knesebeck hwolter@uni-bonn.de Telefon: +49 (0) 228 73 4781 |
Beschreibung | Das Paul-Clemen-Museum ist das kunsthistorische Museum der Universität. In ihm ergänzen sich wie in jedem Museum die ständige Schausammlung und ein lebhafter Ausstellungsbetrieb. Die Schausammlung der Gipsabgüsse nach Skulpturen von der Spätantike bis ins 19. Jahrhundert bietet für Lehre und Forschung wertvolles Studienmaterial. Der bedeutende Altbestand wird ständig erweitert und ausgebaut, zuletzt durch die neue Italienabteilung. Das Paul-Clemen-Museum verfügt auch über eine wachsende Sammlung zeitgenössischer Werke und über ausgesuchte Lehr-Remades der Moderne. Zudem bietet es den Resonanzraum für Wechselausstellungen zu aktuellen und historischen Themen, die von der Ausstellungsgruppe des KHI oder auch von kuratorischen Initiativen aus Studierendenschaft bzw. Lehrkörper verantwortet werden. Die auf Paul Clemen zurückgehende Abguss-Sammlung ist in ihrem seit 1902 systematisch aufgebauten Grundbestand weitgehend erhalten. Eine Auswahl zur mittelalterlichen Plastik ist im Hofgartenfoyer aufgestellt und bildet als Skulpturenhalle den Zugang zur Kunsthistorischen Abteilung. Clemen hatte die Abgüsse von Hauptwerken mittelalterlicher und neuzeitlicher Skulptur als wichtiges didaktisches Mittel erkannt, da Abgüsse eine weitaus bessere Vorstellung von Plastik vermitteln als das zweidimensionale Bild der Zeichnung oder Fotografie: Maßstäblichkeit und Plastizität, aber auch die Möglichkeit der Nahbetrachtung von Details im Zusammenhang des Ganzen. Heute dokumentieren die Abgüsse zudem ältere Zustände, die an den Originalen in vielen Fällen, etwa durch Verwitterung oder Restaurierungen, verloren sind. |
Stand der Informationen | Oktober 2012 |
Bestände
Objektgruppen |
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Bedeutende Teilbestände | Es gibt keine Informationen zu Teilbeständen. |
Geschichte
Ereignisse |
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Personen | |
Geschichte | Paul Clemen (1866-1947), der sich bei Carl Justi (1832-1912) habilitiert hatte, hatte das Projekt einer kunsthistorischen Abguss-Sammlung bereits während seiner Tätigkeit als Provinzialkonservator verfolgt und nach seinem Amtsantritt am Kunsthistorischen Institut seit dem Jahr 1902 systematisch durchgeführt. Das Kunsthistorische Institut in Bonn ist eines der ersten im deutschsprachigen Raum. Im Jahre 1860 wurde Anton Springer (1825-1891) der erste ordentliche Professor für "Neuere Kunstgeschichte" an der Friedrich-Wilhelms-Universität. 1916 konnte Paul Clemen die "Skulpturenhalle" eröffnen. Sie befand sich zu dieser Zeit jenseits ihres heutigen Ortes in dem mit einem Glasdach überdeckten Binnenhof. Clemen hatte die Abgüsse von Hauptwerken mittelalterlicher und neuzeitlicher Skulptur als wichtiges didaktisches Mittel erkannt, da Abgüsse eine weitaus bessere Vorstellung von Plastik vermitteln als das zweidimensionale Bild der Zeichnung oder Fotografie: Maßstäblichkeit und Plastizität, aber auch die Möglichkeit der Nahbetrachtung von Details im Zusammenhang des Ganzen. Heute dokumentieren die Abgüsse zudem ältere Zustände, die an den Originalen in vielen Fällen, etwa durch Verwitterung oder Restaurierungen, verloren sind. Die bis 1936 von Clemen aufgebaute und von seinem Nachfolger Alfred Stange (1894-1968) weitergeführte Abguss-Sammlung umfasste etwa 600 Abgüsse und bildete ein Pendant zu der älteren und auch umfangreicheren der Antiken des Akademischen Kunstmuseums. Der Schwerpunkt des Interesses lag auf der mittelalterlichen Skulptur. Mit größerem Abstand folgten Beispiele der Renaissance und schließlich einige ausgewählte Werke späterer Zeit bis hin zur damaligen Gegenwart. Nach der Zerstörung der Skulpturenhalle 1944 und erheblichen Witterungsschäden konnte nach dem 2. Weltkrieg ein Teil der Sammlung zunächst an verschiedenen Orten magaziniert werden. In mehreren Seminaren des Kunsthistorischen Instituts wurde seit 1987 die Abguss-Sammlung "reaktiviert". Nach Bestandsaufnahme und Inventarisation wurde 1989 eine Arbeitsausstellung unter dem Titel "Ein-Blick in die Abguss-Sammlung des Kunsthistorischen Instituts" durchgeführt. 1990 wurden aus dem Bestand "Meisterwerke mittelalterlicher Skulptur im Abguss" zur Eröffnung des Stadtmuseums Siegburg präsentiert. Die dort übernommenen Restaurierungsarbeiten an einem Teil der Abgüsse führten zur Wiedereinrichtung der Skulpturenhalle mit einer Aufstellung in großen Vitrinen anlässlich der 175-Jahrfeier der Universität. |
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