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Architekturmuseum der Technischen Universität

Allgemein
BezeichnungArchitekturmuseum der Technischen Universität
UniversitätTechnische Universität Berlin
UniversitätsortBerlin
Museums- und SammlungsartKulturgeschichte & Kunst
Museums- und SammlungsformLehr- und Forschungssammlung
SammlungsschwerpunktArchitektur
Externe Links
AdresseTechnische Universität Berlin
Architekturmuseum der Technischen Universität
Straße des 17. Juni 152
Berlin-Charlottenburg
10623 Berlin
ÖffnungszeitenMo-Do 12 - 16 Uhr
Kontaktarchitekturmuseum@ub.tu-berlin.de

Dr. Hans-Dieter Nägelke (Museumsleiter)
hans-dieter.naegelke@tu-berlin.de
Telefon: +49 (0) 30 314 23116

Franziska Schilling
franziska.schilling@tu-berlin.de
Telefon: +49 (0) 30 314 23116

Dipl.-Ing. Claudia Zachariae
info@architekturmuseum-berlin.de
Telefon: 030-31423116
BeschreibungDas Architekturmuseum ist eine der weltweit ältesten Sammlungen seiner Art und verfügt über rund 150.000 Blatt Architekturzeichnungen von etwa 1.200 Architekten sowie über Skizzenbücher, Manuskripte und Fotografien zur deutschen Architekturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Nachlässe vieler namhafter Berliner Architekten vom Ende des 18. Jahrhunderts bis ins beginnende 20. Jahrhundert bilden den Grundstock der Sammlung.

Heute formen die ursprünglichen Sammlungen Raschdorffs den Kern des Architekturmuseums, weshalb es großen Wert für die Dokumentation der Baukunst des 19. und frühen 20. Jahrhunderts besitzt. Der Bestand hat sich durch zahlreiche Schenkungen und Ankäufe im Vergleich zur Vorkriegszeit verfünffacht. 
Stand der InformationenDezember 2009
  
Bestände
Objektgruppen
Stand der Erschließung85% der Sammlungsobjekte sind bereits erfasst. Bei den verbleibenden 15% handelt es sich um unbearbeitete Nachlässe. Die Erfassung wurde seit ca. 1960 zunächst handschriftlich durchgeführt. Die aktuelle Erschließungs- und Digitalisierungskampagne erfolgt seit 2002 im Rahmen des DFG-Projekts "Digiplan". Sie soll bis Ende 2009 abgeschlossen sein. Die Ergebnisse liegen sowohl in interner Form (MuseumPlus) als auch in externer Webform (gespiegelt über MySQL Datenbank) vor. (Stand: Februar 2009) 
Bedeutende Teilbestände
  • Architektur des 19. und frühen 20. Jahrhunderts: Altbestand; hervorgegangen aus dem "Architekturmuseum an der Königlichen Technischen Hochschule"; durch Auslagerung und Zerstörung im Zweiten Weltkrieg von ursprünglich über 20.000 Blättern auf etwa die Hälfte reduziert; inzwischen wieder zahlreiche Neuerwerbungen
  • Sammlung historischer Fotografien: historische Aufnahmen von der Frühzeit der Fotografie bis in die Zeit des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg- Ehemalige Bestände des Berliner Architektenvereins:
    • Bestand "Monatskonkurrenzen": monatliche Entwurfskonkurrenzen innerhalb des Vereins ab 1827
    • Bestand "Schinkelwettbewerbe": jährliche Wettbewerbe seit 1852 zum Schinkelfest am 13. März
    • Bestand "Bauausführungen des preußischen Staates": Inventarzeichnungen (Lithografien) und Fotografien von preußischen Staatsbauten zwischen ca. 1860 und 1918
  • Nachlass-Sammlung:
    • Nachlass Gustav Allinger (1891-1974): Wissenschaftlicher und künstlerischer Nachlass; Handzeichnungen, Pausen, Akten, Manuskripte, Fotografien
    • Nachlass Erwin Barth (1880-1933): 850 Zeichnungen und Lichtpausen
    • Nachlass Erich Blunck (1872-1950): 502 Zeichnungen und Lichtpausen
    • Nachlass Karl Böttcher (1904-1992): ca. 1.300 Zeichnungen und Lichtpausen, dazu Manuskripte und Texte
    • Nachlass Carl von Diebitsch (1819-1869): 527 Zeichnungen, Pausen und Fotografien
    • Nachlass Gerhard Graubner (1899-1970): ca. 1.500 Zeichnungen und Pausen, dazu Bauakten und wiss. Nachlass; noch nicht bearbeitet
    • Nachlass Herta Hammerbacher (1900-1985): wissenschaftlicher und künstlerischer Nachlass; Handzeichnungen, Pausen, Akten, Manuskripte, Fotografien; teils unbearbeitet
    • Nachlass Hermann Jansen (1869-1945): ca. 3.100 Zeichnungen, Pausen, Fotos und Modelle
    • Nachlass Otto Kohtz (1880-1956): 1.541 Handzeichnungen und Lichtpausen
    • Nachlass Paul Lehmgrübner (1855-1916): ca. 900 Zeichnungen und Lichtpausen
    • Nachlass Carl Johann Bogislaw Lüdecke (1826-1894): 1.622 Handzeichnungen, Lichtpausen und Originalfotografien des vorwiegend in Schlesien tätigen Architekten
    • Nachlass Werner March (1894-1976): ca. 1.250 Zeichnungen, Lichtpausen und Modelle
    • Nachlass Hermann Mattern (1902-1971): knapp 6.000 Handzeichnungen, Pausen und Fotografien
    • Nachlass Alfred Messel (1853-1909): ca. 1.700 Zeichnungen und Lichtpausen aus dem Büronachlass des Architekten
    • Nachlass Karl Wilhelm Ochs (1896-1988): 5.600 Handzeichnungen, Pausen und Fotografien, darunter zahlreiche Fotografien von Zeichnungen
    • Nachlass Helmut Ollk: Handzeichnungen und Lichtpausen, Skizzen und Fotografien
    • Nachlass Hans Poelzig (1869-1936): über 5.000 Handzeichnungen, Lichtpausen und Originalfotografien aus dem Büronachlass des Architekten; unmittelbar nach seinem Tod dem damaligen Architekturarchiv der Technischen Hochschule übergeben. Im Zweiten Weltkrieg getrennt, konnte ein bis dahin im Deutschen Technikmuseum befindlicher Teil 2003 für das Architekturmuseum zurück gewonnen werden.
    • Nachlass Martin Punitzer (1849-1949): ca. 600 Zeichnungen und Pausen (stark beschädigt) sowie Fotografien
    • Nachlass Ferdinand von Quast (1807-1877): ca. 1.200 Zeichnungen (vielfach Pausen von publizierten Objekten) als Rest des ursprünglich viel größeren, in Listen dokumentierten Bestandes des Denkmalpflegers; Reisenotizbücher und Tagebuchexzerpte
    • Nachlass Ernst Sagebiel (1892-1970): ca. 2.000 Zeichnungen und Lichtpausen in sehr schlechtem Zustand
    • Nachlass Paul Schwebes (1902-1978): ca. 2.500 Handzeichnungen und Lichtpausen; Fotografien von ausgeführten Bauten, Entwürfen und Modellen
    • Nachlass Hans Simon (1909-1982): ca. 2.500 Handzeichnungen und Lichtpausen; Bauakten und Manuskripte (Quelle: Website des Museums)
  • Callenbach-Sammlung (ab 1919)
  
Geschichte
Ereignisse
  • 1885 Begründung als akademische Sammlung oder Institution
Personen
GeschichteDer Architekt und Professor Julius Raschdorff (1823-1914) initiierte das Museum (Gründung bereits 1885, erstmalige Erwähnung im Vorlesungsverzeichnis der Königlich Technischen Hochschule 1888) unter dem damaligen Titel "Architekturmuseum an der technischen Hochschule in Charlottenburg". In ihm wurden kurze Zeit später, nämlich 1891, die bereits vorhandenen Architektursammlungen (auch als Kunstsammlungen der Abteilung I bezeichnet) der Technischen Hochschule, das Schinkel-Beuth-Museum, die Ornamentsammlung, die Sammlung von Gipsabgüssen und die Callenbach'sche Sammlung von Modellen mittelalterlicher Bauwerke, zusammengefasst. Raschdorff war bereits seit einigen Jahren kommissarischer Sammlungsleiter über diejenigen Kunstsammlungen, denen bisher Professor Carl Albert Grell (1814-1891) vorstand, der von 1865 bis 1879 Dozent der Bau- und Gewerbeakademie und von 1879 bis 1891 etatmäßiger Professor der neu gegründeten Technischen Hochschule war.

Zu jener Zeit wurde eine Institution für zeitgenössische Baukunst, die stetig erweitert werden sollte, eingerichtet. Die Sammlungen befanden sich im Süd- und Ostflügel des durch Richard Lucae (1829-1877), Friedrich Nitzig und Julius Raschdorff geplanten und 1884 eingeweihten Hauptgebäudes der Technischen Hochschule. In der Folge umfasste das Museum unter der Leitung Raschdorffs bald zusätzliche 20.000 Zeichnungen, die aus Nachlässen (z.B. von Friedrich August Stüler) oder Architekturwettbewerben (z.B. vom Reichstagsgebäude) stammten. Darüber hinaus sammelte Raschdorff zahlreiche Skizzenbücher und Reisezeichnungen.

Im Jahre 1912 übernahm der Geheime Baurat Professor Richard Borrmann (1852-1931) das Museum nebst der Callenbach-Sammlung, die im Jahre 1919 als bedeutende Teilsammlung endgültig zum Museum kam. Ab dem Jahre 1922 stand der Bauforscher Prof. Dr. Daniel Krencker (1874-1941) dem Lehrstuhl für Baugeschichte an der Technischen Hochschule Berlin und zwei Jahre später ebenfalls dem Museum vor.

Bereits ab 1932 begann wegen Platzmangels die Auslagerung von Beständen des Architekturmuseums. Im Vorlesungsverzeichnis von 1938 findet sich der Verweis, dass das Museum nun vollständig aus der Hochschule ausgelagert und als Architekturarchiv im Verkehrs- und Baumuseum in der Invalidenstraße 50-51 (im ehemaligen Hamburger Bahnhof) untergebracht ist.

Im Zweiten Weltkrieg musste die Sammlung erhebliche Verluste verzeichnen. So gingen die Findmittel wie auch alle Baumodelle verloren. Bedeutende Bestände, darunter Teile der Nachlässe von Adler, Bötticher, Gilly, Hitzig, Jacobsthal, Langhans (sen.) und Langhans (jun.), Persius, von Quast, Soller, Strack und Stüler gelten seit 1945 als verschollen.

Trotz des Versuches in der unmittelbaren Nachkriegszeit, die Bestände des ehemaligen Architekturmuseums der Technischen Hochschule den Berliner Staatlichen Museen einzuverleiben, gelang es der Architekturfakultät, die dezimierte und stark beschädigte Sammlung an die Hochschule zurück zu führen und seit Beginn der 1950er Jahre unter dem Namen »Plansammlung der Architekturfakultät« der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen.

Ab 1972 konnte die Kollektion als Teil der Universitätsbibliothek mit festem Personal und Etat wieder eine systematische Sammlungspolitik betreiben. Zum Jubiläum der Sammlung 2005 wurden neben Ausstellungsräumen ein virtuelles Architekturmuseum in Form einer Internetdatenbank eingerichtet. Die lange unter dem Titel "Plansammlung an der Universitätsbibliothek" bekannte Sammlung wurde 2007 wieder im Sinne Raschdorffs in "Architekturmuseum der Technischen Universität" umbenannt.

Nägelke, 2000; Nägelke, 2005; TU intern, 2007; Vorlesungsverzeichnisse der Technischen Hochschule Berlin 
ArchivalienVorlesungsverzeichnisse der Technischen Hochschule Berlin 
  
Publikationen
Publikationen
  
Modelle
Modell zur Umgestaltung der Hauptstadt der DDR 1959
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Modelle von Bauwerken und baulichen / technischen Anlagen
Modell zur Umgestaltung der Straße Unter den Linden in Berlin 1925
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Modelle von Bauwerken und baulichen / technischen Anlagen

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