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Anatomische Sammlung I

Allgemein
BezeichnungAnatomische Sammlung I
UniversitätFriedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
UniversitätsortErlangen
Museums- und SammlungsartMedizin
Museums- und SammlungsformLehr- und Forschungssammlung
SammlungsschwerpunktAnatomie · Anthropologie · Medizin
Externe Links
AdresseAnatomische Sammlung I
Anatomisches Institut I
Krankenhausstraße 9
91054 Erlangen
ÖffnungszeitenFür wissenschaftliche Zwecke sind die Sammlungen nach Vereinbarung zugänglich.
Kontaktsammlung@anatomie1.med.uni-erlangen.de

Prof. Dr. Winfried Neuhuber (Direktor)
Winfried.Neuhuber@fau.de
Telefon: +49 (0) 131 85 22264
BeschreibungDie Anatomische Sammlung I und II stehen in enger Verbindung miteinander.
Die Anatomische Sammlung ist so alt wie die Universität selbst. Durch eine große Zahl von Modellen sowie Feucht- und Knochenpräparaten, von denen manche aus dem frühen 19. Jahrhundert stammen, veranschaulicht sie die Entwicklung und den Bau des menschlichen Körpers. Die Sammlung ist an zwei benachbarten Standorten aufgebaut, von denen der größere, die "Neue Sammlung", den Studenten als Studierlokal zur Verfügung steht. Zweimal jährlich wird die Anatomische Sammlung im Rahmen der Ringvorlesung "Collegium Alexandrinum" der FAU einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 
Stand der InformationenMärz 2014
  
Bestände
Objektgruppen
Bedeutende Teilbestände
  • Privatsammlung von Gottfried Fleischmann (1777-1850) (umfangreiche Fötussammlung und eines "Phrenologieschädel")
  • Sammlung anthropologisch-prähistorischer Schädelkopien
  • Sammlung anatomischer Modelle
  • Sammlung des Geheimen Hofrats Prof. Friedrich Hildebrandt (1764-1816)
  • Sammlung der 1809 aufgehobenen Altdorfer Universität
  
Geschichte
Ereignisse
  • Zwischen 1743 und 1754 Begründung als akademische Sammlung oder Institution
Personen
GeschichteBereits kurze Zeit nach der Gründung des Anatomischen Instituts erhielt 1754 die Anatomie unter der Leitung von Casimir Christoph Schmidel (1718-1792) ihre Heimat im damaligen Universitätsgebäude. In dieser Zeit begann auch der Aufbau der Anatomischen Präparatesammlung. Am weiteren Aufbau und der spürbaren Vergrößerung der Sammlung waren Friedrich Heinrich Loschge (1755-1840) und Jakob Friedrich Isenflamm (1726-1793), sowie dessen Sohn Heinrich Friedrich Isenflamm (1771-1824) beteiligt. Die Sammlung benötigte mehr Platz und so wurde 1804 ein anatomisch-pathologisches Museum gegründet, das zudem noch geeignete Stücke aus dem Naturalienkabinett erhielt.

Hauptmotiv um diese Sammlung anzulegen, war das Anfertigen von Lehrmaterial für den Unterricht. Durch Gottfried Fleischmann (1777-1850) wurde die Sammlung in Bezug auf die vergleichende Anatomie um zoologische Präparate erweitert. 1816 wurden für die Sammlung einige Präparate des Geheimen Hofrats Prof. Friedrich Hildebrandt (1764-1816) käuflich erworben. Auch Präparate der 1809 aufgehobenen Altdorfer Universität wechselten nach Erlangen. Mit dem Umzug der Anatomie 1826/27 erhielt auch die Sammlung mehr Raum - sie nahm den gesamten rechten Flügel des Orangeriegebäudes ein.
Durch die Mikroskopie und dem Interesse an der Zelllehre entstanden auch am Anatomischen Institut mikroskopische Präparate und Mikrofotografien.

Ein anderer Bereich, von dem Impulse für die Erweiterung der Sammlung ausgingen, war die Anthropologie. So fanden Gipsabdrücke wichtiger prähistorischer Schädel zur Sammlung.
1863 wurde die Sammlung in das neue Anatomiegebäude verbracht. Mit der Nachfolge von Leo von Gerlach (1851-1918) 1891 auf den Lehrstuhl seines Vaters, Josef von Gerlach (1820-1896), wurde die Sammlung um prähistorische Gegenstände erweitert. Bis zum Zweiten Weltkrieg bestand diese Sammlung in der Form, danach wurden die Prähistorika dem Institut für Altertumskunde übergeben. Unter Leo Gerlach wurden der Sammlung viele Modelle und anatomische Präparate zugefügt. Sein Nachfolger Albert Hasselwander (1877-1954) erweiterte die Sammlung um röngtenanatomische Aufnahmen und Filme von Bewegungsstudien. Karl Friedrich Bauer fügte der Sammlung zahlreiche Lehrmodelle und Präparate des Nervensystems zu. Unter dessen Nachfolger Johannes Wilhelm Rohen (geb. 1921) bekam die Sammlung weitere Feuchtpräparate und Lehrmodelle.
Seit 1992 ist das Anatomische Institut auch räumlich getrennt (nachdem Mitte der 1980er Jahre ein neuer Anatomischer Lehrstuhl eingerichtet wurde.), d.h. die Sammlung wurde dem Lehrbetrieb entsprechend zugeordnet. So verblieben im Bereich des Lehrstuhl I Lehrmodelle und Präparate zur Makroskopischen Anatomie und Neuroanatomie.


Funk, 1993 
  
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