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Forstzoologische und Wildbiologische Sammlungen

Allgemein
BezeichnungForstzoologische und Wildbiologische Sammlungen
UniversitätGeorg-August-Universität Göttingen
UniversitätsortGöttingen
Museums- und SammlungsartNaturgeschichte/Naturkunde
Museums- und SammlungsformLehr- und Forschungssammlung
SammlungsschwerpunktBiologie · Forstwissenschaft · Forstzoologie · Zoologie
Externe Links
AdresseBüsgen-Institut
Abteilung Forstzoologie und Waldschutz
Büsgenweg 3
37077 Göttingen
KontaktDr. Bernhard Weißbecker (Ansprechpartner der forstzoologischen Sammlung)
bweissb@gwdg.de
Telefon: +49 (0) 551 39 33687
BeschreibungDer Ursprung der Forstzoologischen wie auch der Wildbiologischen Sammlungen liegt in der zoologischen Forschungs- und Lehrtätigkeit der im Jahr 1868 in Hannoversch Münden gegründeten Forstakademie. Für die damaligen Lehrfächer Entomologie, allgemeine Zoologie, Ornithologie und Säugetierkunde wurden alsbald eigene Lehrsammlungen begonnen. Sie haben mit beachtlichem Zuwachs die Zeiten überdauert und zeigen umfassend die im südlichen Niedersachsen heimischen Insekten, Vögel und jagdbare Wildarten, letztere anhand von Geweih- und Gehörnpräparaten.

Bestens erhalten macht sie einen Großteil der heutigen Lehrsammlung der Vögel aus. Zahlenmäßig weit überlegen sind allerdings die im Jahr 1904 begonnene »Wildmarkenkartei« sowie die 35.000 Objekte umfassende wissenschaftliche Insektensammlung, die neben Typusmaterial als Besonderheit auch Hautflügler aus den Sammlungen von Julius Theodor Christian Ratzeburg (1801–1871) und Arnold Förster (1810–1884) enthält. Ratzeburg, der Schüler von Alexander von Humboldt war, gilt als ein früher Ökologe und Begründer der forstlichen Insektenkunde, der Forstentomologie. 
SonstigesCirca 5 Prozent der Sammlungen sind ausgestellt und zu besichtigen. Die Ausstellungsfläche umfasst 240 Quadratmeter. Die Ausstellung ist leider weit hinter dem Stand der Ausstellungstechnik und befindet sich im Prozess der Erneuerung. 
Stand der InformationenDezember 2010
  
Bestände
Objektgruppen
RelevanzReferenzmaterial
Stand der ErschließungDie Erfassung der Bestände in einer digitalen selbst erstellten dBase-Datenbank ist zu circa 10 Prozent erfolgt. Der Plan sieht eine Erfassung der restlichen Bestände bis spätestens 2020 vor. 
Bedeutende Teilbestände
  • Historische Sammlungen
    • Sammlung von Falconiformes (Greifvögel), Strigiformes (Eulen) und Galliformes (Hühnervögel) des Gebiets des heutigen Niedersachsen
    • Wildmarken-Datei (Aufbau seit den 1930er Jahren)
    • Sammlung des Jägerhofs Hannover (18. bzw. 19. Jahrhundert)
    • Lorentz-Archiv
    • Sammlung von Jagdwaffen
    • Ratzeburg-Sammlung von Hymenopteren (Hautflügler)
  • Neuere Sammlungen
    • Insektensammlung
    • Vogelsammlung
  
Geschichte
Ereignisse
  • 1921 Begründung als akademische Sammlung oder Institution
Personen
GeschichteDie Geschichte der forstzoologischen und wildbiologischen Sammlungen ist eng mit dem Forstbotanischen Garten verbunden. Mit der Gründung der Forstakademie in Hannoversch Münden im Jahre 1868 wurden die Wurzeln für das Institut für Forstzoologie gelegt.
Im zuständigen Regulativ für die Königlichen Forstakademien zu Neustadt/Eberswalde und Münden vom 1. März 1868 wurde im Paragraph 6 die "Zoologie, insbesondere Ornithologie und Entomologie" als Lehrgegenstand aufgeführt. Die erste Dozentenstelle wurde am 1.4.1868 mit Bernard Borggreve (1836-1914) besetzt.

Der Stundenplan für das Winter-Semester 1868/69 beinhaltete wöchentlich 4 Stunden Entomologie, 3 Stunden Allg. Zoologie und Ornithologie und eine Stunde Naturgeschichte der Säugetiere und niederen Tiere.

Im Jahre 1921 wurde die Forstakademie in eine Forstliche Hochschule mit Rektoratsverfassung, Promotionsrecht, Habilitations- und Berufungsrecht umgewandelt und 1939 der Universität Göttingen als Fakultät angefügt. Der Umzug von Hann. Münden nach Göttingen erfolgte dann 1970.

Vertreter des Faches Forstzoologie sind nach Amtszeiten sortiert: von 1868 bis 1872 Bernard Borggreve, von 1873 bis 1904 August Metzger, von 1904 bis 1906 Richard Heymons, von 1906 bis 1929 Ludwig Rhumbler, von 1929 bis 1950 Hermann Eidmann, von 1954 bis 1966 Erwin Schimitschek, von 1967 bis 1988 Siegfried Bombosch, von 1989 bis 1999 Jörg Lunderstädt und seit 2001 Stefan Schütz. 
  
Publikationen
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