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Sammlungen des Instituts für Bodenkunde und Standortslehre

Allgemein
BezeichnungSammlungen des Instituts für Bodenkunde und Standortslehre
UniversitätUniversität Hohenheim
UniversitätsortStuttgart
Museums- und SammlungsartNaturgeschichte/Naturkunde
Museums- und SammlungsformLehr- und Forschungssammlung
SammlungsschwerpunktBodenkunde · Geologie · Geowissenschaften · Paläontologie
Externe Links
AdresseUniversität Hohenheim
Schloß Westhof Süd
70593 Stuttgart
Öffnungszeitenauf Anfrage während der Öffnungszeiten des Instituts: Mo - Fr 8:30 - 15: 30 Uhr
Kontaktludger.herrmann@uni-hohenheim.de
Telefon: 0711 459 22324
BeschreibungDie Sammlung besteht aus Bodenmonolithen (Lackprofilen), die weltweit aber mit Schwerpunkt in Baden-Württemberg unter den Emeriti Prof. Schlichting und Prof. Stahr gesammelt wurden. Es steht ein Sammlungsraum zur Verfügung. Weitere Profile hängen in den Fluren des Instituts. Die Sammlung wird aktiv für die Lehre eingesetzt. Es stehen ca. 100 Bodenmonolithe zur Verfügung, zu denen eine Liste besteht. 
Stand der InformationenSeptember 2012
  
Bestände
Objektgruppen
Stand der ErschließungFür die bodenkundliche Sammlung existiert ein Bestandskatalog. Zudem sind Informationen online abrufbar unter:
https://bodenkunde.uni-hohenheim.de/profilsammlung.html 
Bedeutende Teilbestände
  • Geologisch-paläontologische Sammlung
  • Mineralogisch-petrographische Sammlung
  • Bodenkundliche Sammlung
  
Geschichte
Ereignisse
  • Zwischen 1875 und 1895 Begründung als akademische Sammlung oder Institution
Personen
GeschichteDer Gründer der Sammlungen war der Mineraloge Friedrich Nies (1839-1895), der 1875 als Institutsdirektor bestellt wurde. Nies leitete über 20 Jahre das Institut. Aus dieser Zeit stammen wohl auch die ältesten Stücke der geologisch-paläontologische Sammlung. In den nachfolgenden 40 Jahren wurden die Sammlungen dann systematisch aufgebaut.

Mit dem Aufbau der bodenkundlichen Sammlung wurde erst mit dem Bezug des heutigen Institutsgebäudes im Schloss, Westhof Süd, begonnen (in den 1960er Jahren).
Hauptsächlich ist diese Sammlung ein Verdienst des Bodenkundlers Prof. Dr. Ernst Schlichting (1923-1988) und des Autors der Sammlungsbeschreibung Dr. Klaus Eberhard Bleich.

Die geologisch-paläontologische Sammlung wird seit dem Beginn der 1990er Jahre nicht mehr aktiv benutzt und ist deshalb auch nicht mehr ergänzt worden. Sie wurde hin und wieder von Geologen und Paläontologen aus dem Land nachgefragt, da ihre Existenz bei älteren Geologen noch bekannt ist. Die Sammlung wird wohl in absehbarer Zeit nicht mehr im Institut weitergeführt werden, da es keinen Wissenschaftler mehr im Haus gibt, der damit arbeitet und der sie auch für erhaltenswert hält (Der Zeitpunkt wird wohl die Emeritierung von Prof. Dr. Karl Stahr 2013 sein).

Die mineralogisch-petrographische Sammlung ist ebenfalls sehr alt und in Vitrinen aufbewahrt. Sie wurde aber bis zuletzt weiter ergänzt; am Institut befand sich von 1962 bis 1997 ein Mitarbeiter, der Akademische Direktor Dr. Karl-Heinz Papenfuß, der sich mit dieser Sammlung aktiv befasste und sie regelmäßig in der Lehre einsetzte. Auch heute werden Teile dieser Sammlung noch in der Lehre als Anschauungsobjekte verwendet und für Prüfungszwecke herangezogen.

Die bodenkundliche Sammlung ist mit Abstand die jüngste. An ihr wird noch regelmäßig gearbeitet. Mit dem Ausscheiden von Herrn Dr. Bleich gab es zunächst einen Stillstand. Letztendlich wurde die Sammlung in den letzten Jahren erweitert, insbesondere durch Böden aus Afrika und anderen tropischen Bereichen sowie Böden der näheren Region. Da die bodenkundliche Sammlung sehr intensiv in der Lehre eingesetzt und auch besonders zur Prüfungsvorbereitung der Bachelor-Studenten herangezogen wird, wurde sie z. T. umgestaltet.

Die Sammlungen haben die Strukturveränderungen der letzten Jahre bisher gut überstanden, zumal das Institut seit etwa 1960 im gleichen Gebäude ist, was einen stabilisierenden Faktor darstellt. Durch extreme Mittelverknappung sind die Sammlungen trotzdem in Gefahr, ihre Funktion und damit ihr Dasein zu verlieren.

Prof. Dr. Karl Stahr (Institutsdirektor)