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Herbarium des Botanischen Gartens*

Allgemein
BezeichnungHerbarium des Botanischen Gartens*
Besonderer Status*Verbleib unbekannt
UniversitätTechnische Universität Darmstadt
UniversitätsortDarmstadt
Museums- und SammlungsartNaturgeschichte/Naturkunde
Museums- und SammlungsformHerbarium
SammlungsschwerpunktBiologie · Botanik · Dendrologie
Externe Links
BeschreibungNoch im Jahre 1909 befand sich der Botanische Garten der damaligen Großherzoglichen Technischen Hochschule zu Darmstadt im Besitz eines umfangreichen Herbariums. Es umfasste zu dieser Zeit rund 40.000 Belege. Diese waren "in 37 Schränkchen von 104 cm Höhe, 49 cm Tiefe, 69 cm Breite" untergebracht, "welche ein Auseinanderrücken und eine Einschiebung neuer Schränkchen bei Vergrößerung des Herbariums leicht" gestatteten.

Die Sammlung umfasste bedeutende Teilsammlungen, darunter eines der ältesten nachgewiesenen Herbarien Deutschlands, das Leipziger Herbar von Georg Kirchen.

Schenck, 1908 
Stand der InformationenAugust 2011
  
Bestände
Objektgruppen
Bedeutende Teilbestände
  • Herbarium Ziz: Herbarium des 1829 verstorbenen Lehrers und Medizinalrats Johann Baptist Ziz (1799–1829) aus Mainz; Grundstock des Herbariums des Botanischen Gartens
  • Schnittsphansche Sammlungen: durch den seit 1830 amtierenden Darmstädter Gartendirektor Georg Schnittspahn (1810-1865) angelegte Sammlungen; Grundstock des Herbariums des Botanischen Gartens
  • Herbarium Dippel: dendrologische Sammlung des Direktors des Darmstädter Botanischen Gartens, von 1847 bis 1896, Professor Leopold Dippel (1827-1914)
  • Herbarium Uloth: Hessisches Herbarium des 1895 verstorbenen Obermedizinalrats Dr. Wilhelm Uloth (1833-1895)
  • Herbarium Schnittsphan: Sammlung des verstorbenen Hofgarteninspektors Ferdinand Schnittsphan
  • Herbarium Scriba: Sammlung des 1901 verstorbenen Apothekers Fritz Scriba
  • Herbarium Noack: brasilianische Sammlung des 1907 verstorbenen Professors F. Noack (gest. 1907) aus Gernsheim
  • Herbarium Metzler: Hessische Sammlung des verstorbenen Generalarztes Dr. Eduard Metzler (gest. 1908); durch Vermächtnis an die Darmstädter Hochschule überwiesen; damals vollständigstes und bestes Herbarium der einheimischen Flora
  • Georg Kirchen Herbarium: angelegt im Jahre 1600-1606; 1906 vom Grossherzoglichen Ludwig-Georgs-Gymnasium an die Grossherzogliche Technische Hochschule zu Darmstadt übergeben

Schenck, 1909
  
Geschichte
Ereignisse
  • 1829 (vermutlich) Begründung als akademische Sammlung oder Institution
Personen
GeschichteDas Herbarium des Botanischen Gartens in Darmstadt wurde durch den Landbaumeister Hess begründet. Während der Amtszeit von Professor Leopold Dippel (1827-1914), der 1874 Direktor des Botanischen Gartens wurde, waren die Sammlungen des Botanischen Gartens gemeinsam mit den Apparaten des Botanischen Instituts "...in gemieteten Räumen des Hauses Dreibrunnenstraße Nr. 1..." untergebracht. Bei der Amtsübernahme durch Professor Heinrich Schenck (1860-1927) am 1. Oktober 1896 erfolgte auf Verfügung des Großherzoglichen Ministeriums die Überführung des gesamten Instituts-Inventars in das Hauptgebäude der Hochschule. Im Zuge dessen wurde das Herbarium im Sockelgeschossraum Nr. 89 untergebracht, wo es bis zur Verlegung des Botanischen Instituts in die neuen Räume des Hochschul-Erweiterungsbaus im April 1908 verblieb.

Den Grundstock der Sammlung bildeten ein durch Ankauf erworbenes Herbarium des 1829 verstorbenen Lehrers und Medizinalrats Johann Baptist Ziz (1799-1829) aus Mainz sowie die von dem damaligen Gartendirektor Georg Friedrich Schnittspahn (1810-1865) angelegten Sammlungen.

"Es wurde vermehrt u. a. durch ein reichhaltiges, von Professor Dippel angelegtes und überwiesenes dendrologisches Herbarium, durch das Hessische Herbarium des 1895 verstorbenen Obermedizinalrats Dr. Wilhelm Uloth (1833-1895), das Herbarium des verstorbenen Hofgarteninspektors Ferdinand Schnittspahn zu Auerbach, das Herbarium des 1901 verstorbenen Apothekers Fritz Scriba, das brasilianische Herbarium des 1907 verstorbenen Professors F. Noack, Gernsheim. Einen ungemein wertvollen Zuwachs erfuhr unsere Sammlung in letzter Zeit durch das von Generalarzt Dr. Eduard Metzler (gest. 1908) angelegte und der Hochschule durch Vermächtnis überwiesene umfangreiche Hessische Herbarium, das wohl als das vollständigste und beste der einheimischen Flora gelten darf; es wurde einstweilen auf dem Flur untergebracht. Historisches Interesse besitzt das vom Großherzoglichen Ludwig-Georgs-Gymnasium 1906 dem Institut übergebene, aus dem Jahre 1600 stammende, in einem Schweinslederband enthaltene Kirchensche Herbarium."

Zitat nach Schenck, 1908, S. 162 
  
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