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Sammlungen historischer Kinder- und Jugendbücher

Allgemein
BezeichnungSammlungen historischer Kinder- und Jugendbücher
UniversitätGeorg-August-Universität Göttingen
UniversitätsortGöttingen
Museums- und SammlungsartKulturgeschichte & Kunst
Museums- und SammlungsformLehr- und Forschungssammlung
SammlungsschwerpunktDidaktik · Erziehungswissenschaft · Philologie
Externe Links
Adresse Seminar für Deutsche Philologie
Arbeitsstelle Kinder- und Jugendliteratur
Humboldtallee 32
37073 Göttingen
ÖffnungszeitenÖffnungszeiten im Semester: Mo - Fr 12-14 Uhr In den Semesterferien: Dienstag und Mittwoch 12-14 Uhr sowie nach Absprache
Kontakt bibkjl@phil.uni-goettingen.de
Telefon: +49 (0) 551 39 5980

Dr. Silke Kubik (Sammlungsbetreuerin)
skubik@uni-goettingen.de
Telefon: +49 (0)551 39 5988

Prof. Dr. Christoph Bräuer (Ansprechpartner)
Christoph.Braeuer@phil.uni-goettingen.de
BeschreibungDie deutschen Universitäten haben mit dem Sammeln von Kinder- und Jugendbüchern erst spät begonnen und dementsprechend gibt es wenige Bibliotheken, die über einen großen Bestand historischer Kinder- und Jugendbücher verfügen. Vor allem durch die Sammlungen Jürgen Seifert und Karl Vordemann verfügt das Seminar für Deutsche Philologie der Universität Göttingen über einen hohen Bestand an historischen Kinder- und Jugendbüchern.

Die bedeutende Sammlung des Hannoveraner Politikprofessors Jürgen Seifert (1928-2005) verfügt über ca. 11.500 Titel, welche die Entwicklung der Kinderliteratur von ihren Anfängen bis in die frühen 1990er Jahre spiegeln. Damit umfasst die Sammlung Seifert die gesamte Bandbreite des kinderliterarischen Spektrums. Somit handelt es sich hier um eine Beispielsammlung zur Geschichte der Kinder- und Jugendliteratur mit repräsentativer Bedeutung und einem hohen Gebrauchswert. Die Sammlung Seifert ist vor allem deshalb einzigartig, weil Prof. Seifert nicht nur bibliophiles, sondern auch wissenschaftliches Interesse an den Texten gezeigt hat. Er interessierte sich besonders für politische Inhalte, weshalb ein Schwerpunkt auf der nationalsozialistisch geprägten Kinder- und Jugendliteratur liegt. Ferner verfügt die Sammlung über z.T. sehr seltene Bilderbücher, Märchen, Kriegs- und Pop-Up-Bücher.

Auch die Sammlung des Einbecker Superintendenten Karl Vordemann enthält viele reich illustrierte Kinder- und Jugendbücher von Anfang des 18. Jahrhunderts bis in das frühe 20. Jahrhundert. Wegen ihrer kulturgeschichtlichen Bedeutung eignen sich die Sammlungen besonders für interdisziplinäre Zusammenarbeit und bieten nicht nur der Literaturwissenschaft und der Fachdidaktik, sondern auch den Geschichts-, Kunst- und Politikwissenschaften, der Soziologie und Kulturanthropologie eine reiche Quelle an Forschungsmaterial. Da die Sammlungen in einer Teaching Library untergebracht sind, kann man mit ihnen in Forschung und Lehre ideal arbeiten. 
Stand der InformationenFebruar 2013
  
Bestände
Objektgruppen
Stand der ErschließungDie Objekte der Vordemann-Sammlung sind komplett elektronisch katalogisiert. Die Sammlung Seifert wird noch bis ca. 2010 bearbeitet. Über den Opac der Göttinger Universitätsbibliothek sind die Bestände im Internet öffentlich zugänglich, können allerdings nur vor Ort eingesehen werden. 
Bedeutende Teilbestände
  • Vordemann-Sammlung
  • Sammlung Seifert
  
Geschichte
Ereignisse
  • Zwischen 1955 und 1959 Begründung als akademische Sammlung oder Institution
Personen
GeschichteBei der Vordemann-Sammlung handelt es sich um eine private Stiftung der Töchter Ernst Karl Theodor Vordemanns (1850-1931) aus den 1950er Jahren an die damalige Pädagogische Hochschule Göttingens. Vordemann hatte als Superintendent in Einbeck gelebt und um die Jahrhundertwende damit begonnen, historische Kinderbücher zusammenzutragen. Seine Töchter setzten sein Werk jahrzehntelang fort. Bei der Integration der Hochschule in die Universität Göttingen im Jahre 1978 übernahm die dortige Erziehungswissenschaftliche Fakultät die Betreuung der Sammlung. Von 1999 an befand sie sich in der Obhut des Instituts für Didaktik der Deutschen Sprache und Literatur. Seit 2010 kümmert sich das Seminar für Deutsche Philologie, die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendliteratur, um die Sammlung.

Hoffmann und Wangerin, 2001 
  
Publikationen
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