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Johann Georg Roederer (1726-1763)

Person
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  • 1726 Geburtsjahr
  • 1763 Sterbejahr
  
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Johann Georg Roederer (1726-1763)Johann Georg Roederer, französisch: Jean-Georges Roederer (* 13. Mai 1726 in Straßburg; † 4. April 1763 in Paris) war ein deutscher Mediziner und seit 1761 erster Dozent für Geburtshilfe und Professor medicinae extraordinaro an der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe an der Georg-August-Universität Göttingen. Nach seiner medizinischen Ausbildung in Paris, London und Leiden war er in der Hebammenschule in Straßburg (1728 gegründet) als Schüler von Johann Jakob Fried bis 1750 tätig. Die Zeit hatte er genutzt, eine Dissertation über Geburtshilfe zu verfassen. Der englische König und Kurfürst von Hannover Georg II. berief ihn auf Anregung von Albrecht von Haller 1751 an die Universität Göttingen. Er beschrieb den normalen wie regelwidrigen Geburtsmechanismus, der Grundlage für die weiterentwickelnde Forschung wurde. Nach ihm wurde die Roederer-Kopfhaltung benannt. Er erlangte hohes Ansehen durch seine Veröffentlichungen, verbunden mit seiner klinischen Tätigkeit, die mehrsprachig übersetzt wurden. Ausgezeichnet durch die Ernennung zum Mitglied der Pariser Académie Royale de Chirurgie und zum Leibarzt Georg II. verstarb er erst 37-jährig 1763 in Paris. Sein Nachfolger wurde Heinrich August Wrisberg. Seine Tochter war Caroline Friederike von Schlözer. Ihre jüngere Schwester Wilhelmine Dorothea Victoria (1756–1791) heiratete den Jenenser Anatomen Justus Christian von Loder (1753–1832).