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Modell eines nach der Weltkarte der Maʾmūngeographen angefertigten Erdglobus

Allgemein
TitelModell eines nach der Weltkarte der Maʾmūngeographen angefertigten Erdglobus
Einzelmodell/ Gruppe/ ReiheEinzelmodell
ModellartLandschaftsmodelle
Stand der InformationenJuni 2011
  
Formale Beschreibung
MaßstabVerkleinerung
Maße (Breite x Höhe x Tiefe)? x 165 x ? cm
MaterialMessing
HerstellungstechnikHandarbeit
Einzel-/ MehrfachanfertigungEinzelfertigung
Statisch/BeweglichBeweglich
ZerlegbarkeitNicht zerlegbar
  
Inhaltliche Beschreibung
DisziplinArabistik · Geographie · Geologie · Kartographie · Orientalistik
VerwendungszweckAusstellungsobjekt
HerstellungsortFrankfurt a.M.
Herstellung/Vertrieb
Weitere InformationenDer Durchmesser des Globus, auf den die mittelalterliche Weltkarte der Maʾmūngeographen übertragen wurde, beträgt 50 cm. 
Publikationen
  
Bezugsgegenstand
BezugsgegenstandErde (nach der Weltkarte der Maʾmūngeographen)
Bezugsgegenstand
Beschreibung
Die Weltkarte, die im Auftrag des Abbasidenkalifen al-Maʾmūn (reg. 198/813-218/833) von zahlreichen Astronomen und Geographen geschaffen wurde und für verschollen galt, wurde Anfang der 1980er-Jahre im ersten Band der Enzyklopädie Masālik al-abṣār von Ibn Faḍlallāh al- ʿUmarī in der Saray-Bibliothek (III. Ahmet 2797/1) in Istanbul wiederentdeckt. Sie vermittelt eine Vorstellung von dem Fortschritt, den die Menschheit im ersten Drittel des 3./9. Jahrhunderts bei der mathematischen Erfassung der Erdoberflache erzielt hat. Hauptquellen der Maʾmūngeographen waren wahrscheinlich die Weltkarte von Marinos (1. Hälfte 2. Jh. n. Chr.) und die Geographie des Ptolemaios (2. Hälfte 2. Jh. n. Chr.).

Die Weltkarte zeigt eine eindeutige Inselgestalt der Oikumene, die von einem hellblauen Ozean (al-baḥr al-muḥīṭ) umschlossen wird, der seinerseits von einer dunkelblauen Wassermasse umgeben ist, die den unbefahrbaren Ozean darstellen soll. Die Karte ist von einem globularen Gradnetz überzogen, sie besitzt mehrere Maßstabe und zeugt von der Kenntnis der perspektivischen Darstellung von Gebirgen.

(nach Sezgin 2003, Bd. 3, S. 21f.) 
  
Bestandsnachweis
Museum des Institutes für Geschichte der Arabisch-Islamischen Wissenschaften, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt · Details